Auf dem langen Weg zur Normalität

 

Seit über einer Woche meldet das Gesundheitsamt Garmisch keine Neuinfektionen im Landkreis. Das heißt: Die Gefahr einer Infektion mit SARS-CoV-2 ist deutlich gesunken.  Auch bundes- und bayernweit sind die absoluten  Zahlen deutlich gesunken.  Trotzem liegt die sogenannte Reproduktionszahl R, die das Robert-Koch-Institut täglich herausgibt, über 1 und damit höher als eigentlich erwünscht. Das RKI weist jedoch in seinem täglichen Situationsbericht deutlich daraufhin, dass diese Steigerung einzelnen, lokalen Ausbrüchen in Deutschland geschuldet ist, die bei dem insgesamt niedrigen Infektionsgeschehen eine hohe Auswirklung auf die Reproduktionszahl haben. Diese lokalen Ausbrüche zeigen jedoch deutlich, dass nach wie vor Vorsicht ratsam ist. Ein Großteil der Beschränkungen wie Maskenpflicht und Abstandsgebot bleiben deshalb bis auf Weiteres bestehen.

 

Die Reproduktionszahl R = 0,89

Im Moment liegt die Ansteckungsrate unter dem Grenzwert von 1. Das bedeutet, dass eine bereits mit Corona infizierte Person weniger als eine weitere Person ansteckt. Die Reproduktionszahl R wird täglich vom Robert-Koch-Institut "geschätzt" und gilt als ein wesentlicher Hnweis auf das weitere Infektionsgeschehen. Sollter der Wert längerfristig auf über 1 steigen, droht eine Umkehr der derzeitigen Lockerungspolitik oder zumindest eine Verschiebung.

Die 7-Tage-Inzidenz im Landkreis liegt bei 0,00

In den letzten 7 Tagen haben sich umgerechnet auf 100.000 Einwohner 0,00 Personen im Landkreis neu mit Corona infiziert. Dieser Wert wird als 7-Tage-Inzidenz täglich vom Bayerischen Landesamt für Gesundheit ermittelt. Ab einem Wert von 50 Neuinfektionen in einer Woche umgerechnet auf 100.000 Einwohner, würden Lockerungen ausgesetzt, d.h. nach hinten verschoben oder sogar aufgehoben. Darüber wird von Fall zu Fall und unter Berücksichtigung regionaler Gegebenheiten entschieden.

COVID-19 im Landkreis Garmisch-Partenkirchen: der schnelle Überblick

352

Anzahl der positiv auf eine Infektion mit SARS-CoV-2 getesteten Personen im Landkreis Garmisch-Partenkirchen seit Ausbruch der Krise

0

Anzahl der Menschen, die aktuell wegen einer Erkrankung an COVID-19 im Landkreis stationär behandelt werden.

16

Anzahl der an COVID-19 verstorbenen im Landkreis

332

Anzahl der positiv getesteten Personen, die wieder gesund sind und bei denen der Virus nicht mehr nachweisbar ist.

Unsere Zahlen beruhen auf Angaben des Gesundheitsamtes Garmisch-Partenkirchen, Meldungen der Kliniken und eigener Recherchen. Die Zahlen werden täglich um 19.00 Uhr aktualisiert. Eine ausführliche und ebenfalls täglich angepasste Lagebeurteilung finden Sie auf unserer Seite „Aktuelle Lage„. Dort finden Sie z.B. auch Grafiken über die Entwicklung in den vergangenen Wochen. Am Wochenende ergeben sich wegen verzögerter  Meldungen möglicherweise niedrigere Werte, die erst im Laufe der Woche korrigiert werden. Wir sind bemüht dies zu ändern bzw. unsere Statistik so anzupassen, dass die Meldeverzögerungen erkennbar werden.

Wo bekomme ich was!

Informationen, Unterstützungsangebote, Testung, Hilfe... Der kurze Weg zu den Hilfsangeboten im Landkreis.

Was kann, was darf ich tun?

Alle Informationen rund um die Allgemeinverfügungen, zu Kontaktverboten, Auflagen und Regeln.

Wie ist die Situation im Landkreis?

Das aktuelle Geschehen zu COVID-19 im Landkreis, die Fallzahlen etc.
Atemmaske

Warum Maske tragen vor Ansteckung schützt!

In den letzten Wochen wurde der Sinn des Tragens einer Schutzmaske immer wieder in den Medien diskutiert, zum Teil mit sehr widersprüchlichen Aussagen. Mittlerweile sind sich die meisten Experten einig, dass das Tragen einer Maske sinnvoll ist. Der Grund: Eine Infektion mit dem Coronavirus bleibt lange unentdeckt, weil die Betroffenen keine Symptome feststellen. Trotzdem tragen Sie gerade in dieser Zeit den Erreger in sich. Er vermehrt sich und die Infizierten geben ihn unabsichtlich an Dritte weiter. Dies ist der wesentliche Grund, warum sich das Virus so schnell ausbereitet.

Forscher in Großbritannien und Hongkong haben nun nachgewiesen, dass Schutzmasken die Verbreitung von Viren nachhaltig verhindern. Dies gilt wohl in besonderem Maße für das Coronavirus, wie eine Untersuchung ergeben hat. Deshalb erlassen Länder wie Österreich mittlerweile eine Maskenpflicht. „Wer eine Maske trägt, schützt andere. Wenn alle Maske tragen, schützen wir uns alle“. 
Nach wie vor sind zertifizierte Schutzmasken Mangelware. Das Rote Kreuz im Landkreis hat in den letzten zwei  Wochen zusammen mit freiwilligen Näherinnen im Landkreis Masken hergestellt.  Diese Masken können ausgekocht werden und sind damit wiederverwendbar. Seit einer Woche stellen wir auch aus Vliesmaterial Masken her, die im Backofen höchstens drei Mal wieder aufbereitet werden können. Die Masken werden kostenlos an die Bevölkerung abgegeben. Das  Rote Kreuz weist darauf hin, dass die abgegebenen Masken keine zertifizierten Schutzmasken sind. Nachdem am 20. April 2020 die Bayerische Staatsregierung ab dem 27. April eine Maskenpflicht in Bussen und Bahnen sowie beim Einkaufen erlassen hat, nimmt das Rote Kreuz keine weiteren Maskenbestellungen mehr entgegen. Bitte lesen Sie auch die entsprechende Pressemitteilung und unsere FAQs auf unseren Seiten zum Thema Masken.

Ich muss mit jemandem reden!

Bürgertelefon: 08821/751-500
Montag bis Freitag von 9.00 bis 17.30 Uhr,
 Samstag und Sonntag 10.00 bis 17.00 Uhr
E-Mail: corona@lra-gap.de

1

Achten Sie auf Ihre Mitmenschen

2

Halten Sie Abstand

3

Waschen Sie Ihre Hände häufig

4

Husten und Niesen Sie in die Armbeuge

5

Berühren Sie nicht Ihr Gesicht

Die häufigsten Fragen in Kürze

Wie kann ich Angehörige aus der Risikogruppe schützen?

Besuche im Seniorenheim oder Krankenhaus sind wieder unter Auflagen möglich. Das sollte uns nicht darüber täuschen, dass Seniorinnen und Senioren sowie Menschen mit Vorerkrankungen besonders gefährdet sind. Deshalb sollten wir hier die Abstandregeln und die Hygienempfehlungen weiterhin unbedingt beachten.

Wie gefährlich ist das Virus?

SARS-CoV-2 ist hoch ansteckend und vor allem für Personen aus den Risikogruppen, also Ältere und Menschen mit Vorerkrankungen gefährlich. Deshalb wird das Virus heute von Experten als gefährlicher als Influenza eingestuft, auch wenn COVID-19 in vielerlei Hinsicht vergleichbar zur Grippe ist.

Machen die jetzt geltenden Einschränkungen noch Sinn?

Die Zustimmung zu den gravierenden Einschränkungen war in der deutschen Bevölkerung sehr hoch. Zwar hat sich das Infektionsgeschehen deutlich verändert, aber das Coronavirus ist weder besiegt noch ungefährlich. Deshalb sind wir alle nun gefordert, einen erneuten Anstieg der Infektionen so gut wie möglich auszuschließen. Entspannt und Tolerant, aber aufmerksam für überflüssige Risiken.

Warum wird nicht jeder getestet?

Der Test kann nur in Speziallaboren ausgewertet werden, die bereits jetzt überlastet sind. Deshalb werden nur Verdachtsfälle getestet. Allerdings werden die Tests nun ausgeweitet. Bisher wurden in Deutschland bereits über eine halbe Million Menschen getestet.

Wie lange noch?

Mit der Aufhebung der Ausgangsbeschränkungen befinden wir uns auf dem Weg zurück in die Normalität. Bis Ende Mai haben Gaststätten und Hotels wieder geöffnet, die Tourismusbetribe im Landkreis sind sehr gut gebucht. Ab Mitte Juni sollen auch weitgehend die innereuropäischen Reisebeschränkungen weg sein. Allerdings: Das Coronavirus wird und das gnaze Jahr und wahrscheinlich auch 2021 noch begleiten. Bis ein sicherer Impfstoff entwickelt wurde. Steigt die Zahl der Neuinfektionen lokal oder regional, werden Politik und Behörden wohl reagieren.

Was sind die größten Herausforderungen in den nächsten Wochen?

Das Coronavirus hat in Wirtschaft und Gesellschaft einschneidende Veränderungen bewirkt. Auch in den kommenden Monaten brauchen wir Solidarität. Nicht nur mit an COVID-19 erkrankten Menschen, sondern auch mit Mitbürgerinnen und Mitbügern, die ihre Existen, ihre Arbeitsstelle oder einen erheblichen Teil ihres Einkommens verloren haben. Der unseren Landkreis prägende Tourismus wird zwar in den kommenden Wochen wieder deutlich anziehen, aber nur dann, wenn das Virus nicht zurückkehrt. Gleichzeitig müssen wir uns um diejenigen kümmern, die unter den Folgen der Coronakrise am meisten leiden.
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