Abkehr von der Containment-Startegie

Nachdem sich die Neuinfektionen bundesweit deutlich zurück entwickelt haben und sich im Landkreis so gut wie keine Menschen mehr mit dem Coronavirus anstecken, kehren wir schrittweise zur Normalität zurück. Wann diese erreicht sein wird, ist heute noch nicht absehbar. Aber bis Ende Mai werden viele bisher geltende Beschränlungen verschwinden. Die bayerische Staatsregierung hat einen entsprechenden Stufenplan am 5. Mai bekannt gegeben. Die entsprechenden Ausführungsbestimmungen werden noch verschriftlicht und veröffentlicht.
Hier geben wir die wichtigsten Antworten auf die Frage: Was ist erlaubt und was ist verboten? Sobald uns diese auch schriftlich vorliegen. Umfassende und ständig aktualisierte Informationen zu den geltenden Ausgangsbeschränkungen finden Sie auch auf der Seite des Bayerischen Innenministeriums.
Mit der Aufhebung der Ausgangsbeschränkungen und der Einfürhrung der Kontaktbeschränkungen ist der Überblick über die einzelnen Ge- und Verbote deutlich schwieriger geworden. Während bis zum 9. Mai im Prinzip alles bis auf einige Ausnahmen verboten war, ist jetzt alles aber unetr Einschränkungen erlaubt. Grundsätzlich ist damit auch die Verantwortung des Einzelnen für die weitere Entwicklung des Infektionsgechehens gefordert. Zudem können abweichende Regelungen vor Ort gelten. Etwa wenn in einem Landkreis / einer Region die sogenannte 7-Tage-Inzidenz, die Obergrenze von 50 Neuinfektionen in 7 Tagen übersteigt. Dann kann die schrittweise Umsetzung der Erleichterungen ausgesetzt werden oder sogar neue Beschränkungen wieder eingeführt werden. Die Entscheidung liegt in diesen Fällen bei den Landkreisen und kreisfreien Städten. Zudem kann es je nach Gegebeheiten individuelle Regelungen zum Beispiel in einzelnen Schulen oder auch Pflegeeinrichtungen geben. Informieren Sie sich deshalb möglichst vorab im Internet über die konkreten Regelungen vor Ort. Grundsätzlich sind die Auflagen der 4. Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung einzuhalten. Dazu zählen maßgeblich

  • Einhaltung des Abstandsgebotes von 1,5 m zu Personen außerhalb des eigenen Hausstandes.
  • Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung (Maske) ab dem 6. Lebensjahr in Bus und Bahn sowie beim Einkaufen und beim Besuch in Pflegeeinrichtungen und Krankenhäusern.
  • Beachtung von allgemeinen Hygieneregelen wie häufiges Hände waschen, beachten der Husten- und Nies-Etikette

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Ab dem 6. Mai darf die Wohnung wieder ohne triftigen Grund verlassen werden. Das heißt die Ausgangsbeschränkung wurde aufgehoben. Ab sofort gilt eine Kontaktbeschränkung, das heißt es wird nur noch vorgeschrieben, wen man treffen darf. Zudem gelten auch weiterhin das Abstandsgebot sowie die Maskenpflicht in Bus und Bahnen und Geschäften. Seit 18. Mai gilt auch eine Maskenpflicht in überregionalen Zügen der Bahn.
Der Kontakt zu Familienangehörigen die nicht mehr im gemeinsamen Hausstand leben (Eltern, Kinder, Geschwister, Großeltern) ist uneingeschränkt wieder erlaubt. Darüberhinaus darf man sich mit einer fremden Kontaktperson treffen.
Bereits wie bisher dürfen Betriebe auch weiterhin uneingeschränkt arbeiten. Das heißt man darf zur Arbeit gehen und natürlich auch in fremden Haushalten arbeiten.

Da kein triftiger Grund mehr notwendig ist, um das Haus zu verlassen, brauchen Sie keine Kontollen zu befürchten wenn Sie draußen unterwegs sind. Es gelten jedoch die neuen Kontaktbeschränkungen, nach denen auch weiterhin Gruppenbildungen im Freien ohne behördliche Genehmigung verboten sind. Partys, gemeinsamer Sport oder Picknicks unter Freunden bleiben also auch weiterhin verboten und werden gegebenenfalls von der Polizei aufgelöst und auch mit drastischen Strafen geahndet werden.

Menschen mit Vorerkrankungen oder ältere Menschen gehören zu den Risikogruppen, die von COVID-19 besonders bedroht sind. Grundsätzlich sollen auch künftig Seniorenheime und Pflegeinrichtungen besonders geschützt bleiben. Das generelle Besuchsverbot soll jedoch gelockert werden. Möglicherweise schon ab dem kommenden Wochenende, also dem 9. Mai. Allerdings sind die entsprechenden Bestimmungen noch nicht veröffentlicht und obliegt es den einzelnen Einrichtungen diese umzusetzen. Dazu gehört zum Beispiel sicher zu stellen, dass nur eine bestimmte Anzahl von Besuchern gleichzeitig eingelassen werden, dass die Abstandregelungen jederzeit eigehalten werden können. Auch die Anzahl der Besucher sowie die Dauer des Besuches werden eingeschränkt werden.Sobald die konkreten Regelungen bekannt sind, werden wir sie hier veröffentlichen.

Die bisherigen Ausnahmen bei der Begleitung Sterbender, zum Besuch von Kindern, die sich zur medizinischen Behandlung in einer Klinik aufhalten müssen oder bei Geburten bleiben bestehen.

 

Notwendige Arztbesuche sind auch weiterhin erlaubt. Dies gilt auch für dringende Besuche in anderen Therapieeinrichtungen (z.B. Dialysezentrum). Physiotherapeuten hingegen haben grundsätzlich geschlossen und dürfen nur in Notfällen behandeln. (z.B.: Akuter Ischias).

Heilpraktiker dürfen als Teil des Gesundheitssystems öffnen, aber Patienten mit Verdacht auf Corona nicht behandeln.

Getrennt lebende Lebenspartner, Alte, Kranke oder Menschen mit Einschränkungen, die sich nicht in Einrichtungen wie einer Seniorenresidenz, Pflegeheim oder Krankenhaus aufhalten, dürfen Sie besuchen, um sie zu versorgen. Die Abstandsregeln sollen eingehalten werden. Unterstützungsbedürftige Personen dürfen Sie begleiten.

Gaststätten, Cafes und Hotels haben weiterhin bis zum 17. Mai grundsätzlich geschlossen. Die Einnahme von Speisen und Getränken vor Ort ist verboten. Erlaubt ist die Mitnahme zum Beispiel von Mahlzeiten oder Heißgetränken. (Take away). Es gilt jedoch zum Beispiel auch für Tankstellen, dass der Restaurationsbereich nicht genutzt werden darf. Sofern im Landkreis die sogenannte 7-Tage-Inzidenz die Obergrenze von 50 Neuinfektionen in 1 Woche nicht überschreitet, kann mit folgenden Erleicheterungen ab dem 18. Mai gerechnet werden.

Ab dem 18. Mai darf die Außengastronomie wie Biergärten und Straßencafes wieder öffnen. Es gelten jedoch eingeschränkte Öffnungszeiten (bis 20.00 Uhr) sowie spezielle Hygienevorschriften. So muss beim Spülen die sichere Desinfektion von Gläsern und Geschirr sicher gestellt werden. Es wird auch spezielle Regelungen zum Abstand zwischen den Tischen und zur Belegung von Tischen geben. Zum Besipiel spezielle Tische für Familien und fremde Personen.

Ab dem 26. Mai dürfen auch Restaurants wieder öffnen. Auch hier werden spezielle Hygienevorschriften gelten wie zum Beispiel dass Küchenpersonal und Bedienungen Maken tragen müssen. Die Anzahl der gleichzeitigen Gäste in einem Gastraum wird beschränkt werden.

Mit einem Öffnen der Berggastronomie (Hütten, Almen) wird erst wieder ab Juni gerechnet. Allerdings sollen auch Hütten- und Almwirte Take-Away anbieten dürfen.

Das Feiern auf öffentlichen Plätze und Anlagen ist weiterhin verboten. Dazu zählt auch eine Grillparty im Freien. Neben Mitglieder eines Hausstandes sowie Angehörigen in gerader Linie (Eltern, Geschwister, Kinder, Gr0ßeltern, Enkel) dürfen sich auch Angehörige von 2 Hausständen wieder treffen. Sogenannte Coronaparties sind weiterhin verboten. 

Gassi gehen ist erlaubt, auch die Pflege zum Beispiel eines eigenen Pferdes. Wenn dazu auch ein Bewegung für das Tier notwendig ist, spricht z.B. nichts gegen einen Ausritt. Aber: Sie dürfen sich nur alleine um Ihr Tier kümmern. Sind mehrere Personen zum Beispiel im Stall, dann unbedingt den Mindestabstand von 1,5,m einhalten.

Die standesamtliche Hochzeit konnte auch während der Coronakrise stattfinden, allerdingst mit strikten Beschränkungen zum Beispiel für die Teilnehmer (nur Brautpaar, Trauzeugen und Standesbeamter). Diese wurden mittlerweile deutlich gelockert. Grundsätzlich sind auch wieder mehr Gäste zugelassen. Die genaue Ausgestaltung ist jedoch wenn den Verhältnissen vor Ort abhängig. Grundsätzlich muss das Abstandsgebot von 1,5m immer eingehalten werden. Wieviele Gäste zugelassen sind erfragen sie bitte auf Ihrem Standesamt. Private Feierlichkeiten sollen nach wie vor nur im privaten Familienkreis stattfinden.

Die umfassenden Neuregelungen gelten zunächst bis auf Weiteres. Der Fahrplan der Öffnungen in Bayern gilt zunächst bis zum 29. Mai und dem Beginn der Pfingstferien. Da das Coronavirus in absehbarer Zeit ohne einen entsprechenden Impfstoff unseren Alltag begleiten wird, werden Einschränkungen welcher Art auch immer uns auch in den kommenden Wochen und voraussichtlich Monaten begleiten. Dabei ist es wahrscheinlich, dass in den einzelnen Bundesländern und auch Landkreisen abweichende Regelungen getriffen werden, die dem jeweiligen Infektionsgeschehen Rechnung tragen. Es ist also denkbar, dass künftig  zum Beispiel in einem Landkreis, indem sich ein Hotspot bildet auch wieder einschneidende Maßnahmen ergriffen werden, im Nachbarlandkreis hingegen nicht.

In Bayern zumindest nicht. Jede private touristische Nutzung von Unterkünften (Hotels, Pensionen, Ferienwohnung) ist bis zum Beginn der Pfingstferien am  29. Mai verboten. Unaufschiebbare Geschäftsreisen (z.B. von Handelsreisenden, Montagearbeitern, etc) sind dagegen erlaubt.

Mit der Wiedereröffnung von Hotels und Gastronomie ist jedoch auch in Bayern ein Tourismus ab Pfingsten unter Einschränkungen möglich. Zu den Einschränkungen gehören das Verbot der Nutzung von Schwimmbädern und Saunen sowie etwa die Hygienevorschriften in Gaststätten, die zumindest für Behinderungen sorgen dürften.

Reisen werden auch weiterhin erschwert bleiben. Busreisen sind wegen des fehlenden Mindestabstandes grundsätzlich nach wie vor verboten. Die Bahn hält den Verkehr aufrecht, schränkt ihn jedoch nach Bedarf ein. Der Flugverkehr ist weitgehend zum Erliegen gekommen. Das Auswärtige Amt warnt auch weiterhin ausdrücklich vor Reisen ins Ausland. Das bedeutet, dass Reisende, die im Ausland in Schwierigkeiten geraten, nicht auf eine Rückholung durch die Bundesregierung hoffen dürfen.

Bundesinneminister Horst Seehofer hat am 13.5. eine schrittweise Aufhebung der Grenzkontrollen und Reisebeschränkungen angekündigt. So sollen die Grenzkontrollen zu Österreich bereits ab Samstag, den 16.5. nur noch sporadisch stattfinden. Ein Grenzübertritt aus touristischen Gründen, also zum Wander, Begrsteigen oder shoppen ist nach wie vor nicht erlaubt. Besuche von Angehörigen und Lebenspartnerns sind jedoch ab sofort wieder möglich. Sofern die Zahlen der Neuinfektionen in Deutschland und möglichen Reisedestinationen nicht wieder drastisch steigen, soll der Sommerurlaub grundsätzlich möglich sein. Angestrebt werden sowohl bilaterale Vereinbarungen wie auch eine gesamteuropäische Lösung. Ziel ist die Wiederherstellung der Reisefreiheit in den Staaten der Europäischen Union. Aussenminister Heiko Maas hat bereits entsprechende Gespräche aufgenommen und will zum 15. Juni die allgemeine Reisewarnung aufheben. Geplant sind ab diesem Zeitpunkt sogenannte Reisehinweise, dies könnten auch Warnungen vor Reiseregionen mit erhöhtem Neuinfektionen sein. nach den Ankündigungen vieler Bundesländer in den letzten Tagen, müssen Rückkehrer aus EU-Staaten nicht mehr zwangsläufig in eine 14-tägige Quarantäne.

Reiseländer wie Griechenland oder Spanien haben jedoch bereits angekündigt, dass sie für Toursiten öffnen werden. Derzeit ist nicht absehbar, wann die eigentlich geltende Freizügigkeit in der Europäischen Union wieder gelten wird. Griechenland hat angekündigt sich im Zweifelsfalle auch um bilaterale Vereinbarungen zu bemühen, sodass zum Beispiel Flüge zwischen Deutschland und den griechischen Inseln denkbar wären. Bisher gilt jedoch, dass bei längeren Auslandsreisen nach der Rückkehr eine 2-wöchige Quarantäne verhängt wird. Diese Regelung wurde jedoch bereits von einem Gericht in Niedersachsen gekippt und es steht zu erwarten, dass bei einer weiteren Lockerung der Reisebeschränkungen auch die automatische Quarantäne  bei der Rückkehr nach Deutschland abgeschafft wird.
Mecklenburg-Vorpommern hat angekündigt, die für das Bundesland verhängte Reisesperre zu den Pfingsferien aufzuheben, sodass Urlaub an der Ostsee prinzipiell möglich sein wird. Allerdings sollen auch in den Ferienorten spezielle Schutzmaßnahmen ergriffen werden.

Wegen der weltweiten Reisewarnung durch das Auswärtige Amt können Pauschalreisen kostenlos storniert werden. Auch Individualreisende, die ihren Flug selbst bei einer Airline gebucht haben, haben nun die Chance, ihr Geld zurück zu bekommen. Reiseveranstalter und Airlines sind im Moment durchaus kulant. Umfassende Informationen zu Verbraucherfragen und der Corona-Krise finden Sie auf der Webseite der Verbraucherzentrale.

Bereits gebuchte Reisen, auch Fernreisen können von den Anbietern nur mit einer Frist von 6 Wochen vor der Abreise storniert werden. Das heißt frühestens dann erfahren Sie verbindlich, ob der Flug zum Beispiel stattfindet oder das Hotel am Reiseziel auch geöffnet hat. Alle Reiseveranstalter nehmen derzeit Buchungen entgegen. Die Buchungsbestätigung stellt jedoch noch keine Garantie dar, dass eine Reise auch stattfindet.

Da die Ausgangsbeschränkungen ab dem 6. Mai nicht mehr gelten, dürfen Sie ab diesem Tag die Wohnung auch ohne triftigen Grund verlassen. Das heißt auch, dass grundsätzlich Ausflüge wieder möglich sind. Es gelten jedoch die Kontaktbeschränkungen. Das heißt, dass Gruppenreisen ausserhalb der Familie nicht zulässig sind und das Abstandsgebot eingehatlen werden muss.

Die Bayerische Staatsregierung hat am 27.3.2020 einen umfassenden Bußgeldkatalog veröffentlicht, der festlegt wie viel man zahlen muss  für Verstöße gegen eine der Auflagen, die im Zuge der Coronakrise erlassen wurden.

Festgelegt wurden die Regelsätze für einen erstmaligen Verstoß. Bei wiederholten Verstößen können deutlich höhere Ordnungsgelder bis hin zu Haftstrafen aufgerufen werden.

Folgende Bußen wurden festgelegt:

  • Verstoß gegen das Öffnungsverbot für gastronomische Betriebe (Abgabe von Speisen im Lokal, die nicht zur Mitnahme bestimmt sind): 5.000 €
  • Nichteinhalten des Mindestabstandes in Gastronomiebetrieben beim Abholen: 500 €
  • Nichteinhalten des Mindestabstandes allgemein: 150,00 €
  • Besuch eines Krankenhauses oder einer Pflegeeinrichtung ohne Ausnahmegenehmigung. 500,00 €
  • Verlassen der Wohnung ohne triftigen Grund: 150,00 €
  • Abhalten von Schulungsveranstaltungen: 2.500,00 € (für Anbieter)
  • Teilnahme an Schulungsveranstaltungen 150,00 € (Teilnehmer).

Weitere Strafen findet man im Katalog. Ein Blick hinein lohnt sich, da die Bußgelder doch deutlich ausfallen. Was gegebenenfalls triftige Gründe sind, finden Sie in den FAQs auf dieser Seite oben.

Ab dem 6. Mai dürfen Familienangehörige in gerader Linie (Kinder, Geschwister, Eltern, Großeltern, Enkel) wieder uneingeschränkt besucht werden. Auch Treffen in der Öffentlichkeit sind möglich.

Das Auswärtige Amt hat am 9. April eine weltweite Reisewarnung bis mindestens Ende April 2020 ausgesprochen. Das bedeutet, dass nicht notwendige, touristische Reisen im Moment unmöglich sind. Ursache dafür sind Einreisebeschränkungen in andere Länder, das Risiko dort in Quarantäne genommen zu werden bzw. an der Grenze zurückgewiesen zu werden. In der Folge haben die meisten Fluggesellschaften den internationalen und grenzüberschreitenden Flugverkehr eingestellt. So gehen am Münchener Flughafen nur noch wenige innerdeutsche Flüge am Tag ab, sowie einzelne Flüge in andere europäische Hauptstädte wie Paris oder Rom. Kreuzfahrtschiffen wird die Einfahrt in Häfen verboten, sodass auch diese beliebte Urlaubsart weitgehend zum Erliegen gekommen ist. Gleichzeitig wurden auch viele innereuropäische Grenzen geschlossen, zum Beispiel nach Österreich, in die Schweiz oder Tschechien. Wer aus einem triftigen Grund (Warenverkehr, Wirtschaft, etc.) die Grenze überqueren muss, sollte entsprechende Dokumente mitführen, die diesen triftigen Grund auch belegen.

Einreisen dürfen etwa:

  • Personen mit deutscher Staatsangehörigkeit
  • Personen mit deutschem Aufenthaltstitel
  • Personen mit Wohnsitz in Deutschland
  • Berufspendler (Nachweise sollten mitgeführt werden)
  • Personen, die triftige Gründe für die Einreise haben (Nachweise sollten mitgeführt werden). Die Entscheidung trifft der Beamte vor Ort

Aktuelle Informationen zum Grenzübertritt  finden Sie auf der Seite der Bundespolizei. Die Bundesregierung hat beschlossen, dass Deutsche, EU-Bürger, Bürger aus einem soegannten Schengen-Staat oder Bürger mit einem Aufenthaltstitel für Deutschland nach der Rückkher nach einem mehrtägigen Aufenthalt im Ausland an ihren innerdeutschen Wohnort für zwei Wochen in  Quarantäne gehen müssen.

Für die Einreise nach Deutschland für Ausländer gilt:

  • zur Heimreise nach Deutschland, wenn sie hier ihren rechtmäßigen gewöhnlichen Aufenthaltsort (Erstwohnung) haben.
  • zur Begründung eines Aufenthalts in Deutschland nur, wenn dies zur Aufrechterhaltung einer bereits im Ausland bestehenden Familieneinheit geboten ist (Begleitung oder Nachzug nach Deutschland). Drittstaatsangehörige benötigen zusätzlich ein Visum der Kategorie D.
  • zur Ausübung einer Berufstätigkeit und/oder zur Durchführung von Vertragsleistungen (Berufspendler, Gesundheits- und Pflegekräfte, EU-Parlamentarier, akkreditierte Diplomaten). Dies gilt auch für Leiharbeiter in der Lebensmittelbranche sowie spezialisierte Vertragsarbeiter (wie Montagearbeiter, Tunnelbauer, Betonbauer), die auf dem Luftweg nach Deutschland einreisen. Geeignete Unterlagen (Pendlerbescheinigung, Arbeitsvertrag, Auftragsunterlagen, Grenzgängerkarte) sind mitzuführen.
  • zur Durchreise in den Heimatstaat, soweit keine alternative Reiseverbindung besteht und sofern die Einreise in diesen Staat und die Durchreise durch Transitstaaten möglich ist. Der Reisezweck und die Einreisevoraussetzungen für die Ziel- und Transitstaaten sind nachzuweisen (Reisepass, Meldebescheinigung, Aufenthaltstitel, Fahrkarten oder Flugscheine). Unter diesen Voraussetzungen ist auch die Einreise auf dem Landweg möglich, um von einem in Deutschland gelegenen Flughafen abzufliegen.

Einreise zu touristischen Zwecken, dem Einkauf oder zum Besuch von Familienangehörigen oder Freunden sind nicht mehr gestattet. Mit ähnlichen, einschneidenden Maßnahmen reagieren auch andere Länder, sodass auch die Ausreise nurmehr schwer möglich ist. Ein Übertritt in Nachbarländer über die sogenannte „grüne Grenze“ wird verschärft kontrolliert und bestraft.
Im Juni wird mit einer schrittweisen Wiederbelebung des nationalen und grenzüberschreitenden Tourismus gerechnet. Touristische Einrichtungen dürfen dann wieder öffnen, allerdings unter Einhaltung von Auflagen. Wie diese im einzelnen aussehen werden wir hier veröffentlichen, sobald sich ein klares Bild abzeichnet.

Grundsätzlich dürfen Personen zwischen Österreich und Deutschland pendeln, wenn dies ihre Arbeit erfordert. Der Grenzübertritt ist jedoch nur mit gültigen Reisedokumenten und einem entsprechenden Nachweis möglich. Die Bundespolizei hat dafür eine Pendlerkarte ausgegeben, die vom Arbeitgeber auszufüllen und zu unterschreiben ist und die gut sichtbar hinter die Windschutzscheibe gelegt werden soll.

Der Grenzübergang bei Griessen ist nur zeitweise geöffnet. Zwischen 6 und 8.00 Uhr sowie 18.00 und 20.00 Uhr kann mit geeigneten Dokumenten die Grenze passiert werden. Ausserhalb dieser Zeiten ist die Grenze komplett gesperrt und es finden auch keine Kontrollen statt. Der Grenzübergang zwischen Plansee und Linderhof ist komplett gesperrt. Der Grenzübergang Mittenwald-Scharnitz ist grundsätzlich geöffnet. Auf Österreichischer Seite finden Grenzkontrollen statt. Unter welchen Voraussetzungen die Einreise nach Österreich möglich ist, ist unklar. Bei der Einreise nach Deutschland kontrolliert die Bundespolizei.

Gottesdienste werden die ersten Versammlungen sein, die wieder erlaubt werden. Dies hat die bayerische Staatsregierung auf ihrer Pressekonferenz am 16. April angekündigt. Ab dem 4. Mail sind Gottesdienste und Versammlungen von Glaubensgemeinschaften auch in geschlossenen Räumen wieder eingeschränkt und unter Auflagen möglich. Zwischen den Sitzplätzen muss ein Mindestabstand von 2 m eingehalten werden. Alle Versammlungsteilnehmer müssen eine Maske (Community-Maske) tragen. Glaubensspezifische Riten wie etwa das Abendmahl sollen von jeder Gemeinschaft in Absprache mit den Verwaltungsbehörden so angepasst werden, dass sie der derzeitigen Bedrohung durch das Coronavirus Rechung tragen.

Bundes- und Länderregierungen haben sich auf ein sogenanntess Maskengebot geeinigt. Das heisst: Das Tragen von sogenannten Community-Masken in der Öffentlichkeit wird dringend empfohlen
Seit dem 27. April gilt in Bayern (und den meisten anderen Bundesländern) eine Maskenpflicht. Das heisst konkret: Es drohen empfindliche  Geldbußen, wenn man ohne Maske im öffentlichen Nahverkehr unterwegs ist oder Einkaufen geht.
Als Maske können auch selbstgenähte Stoffmasken oder auch Schals oder Tücher getragen werden. Sogennnante Community-Masken sind Masken, die selbst genäht werden oder von Dritten hergestellt werden aber nicht zertifiziert sind. Das Rote Kreuz im Landkreis stellt solche Masken derzeit mit Unterstützung von etwa 80 ehrenamtlichen Näherinnen her und verteilt sie kostenlos an Haushalte. Aufgrund der übergroßen Nachfrage kann der Bedarf derzeit jedoch nur mit deutlicher, zeitlicher Verzögerung von mehreren Tagen bis zu zwei Wochen erfüllt werden. Mit der Einführung der Maskenpflicht stieg die Nachfrage noch einmal drastisch, sodass der Bedarf über ehrenamtliche Näherinnen nicht mehr gedekct werden kann. Das BRK im Landkreis nimmt deshalbseit dem 20.4. keine neuen Bestellungen mehr entgegen. Gewerbliche Hersteller von Masken sind jetzt gefordert, die Produktion und den Vertrieb von Masken im Landkreis zu steigern. Wer dringend eine Maske benötigt, sollte unbedingt auch auf dem freien Markt schauen, ob er dort eine Maske beschaffen kann. Dies gilt insebsondere für Angehörigen der Risikogruppen wie Seniorinnen und Senioren oder Personen mit einer Vorerkrankung (Bluthochdruck, Diabetes, Immunschwäche, Chemotherapie, etc.). Community-Masken stellen für diese Personengruppen keinen hinreichenden Schutz dar. Sie sollten besser auf sogenannte filtrierende Halbmasken zurückgreifen, die den Sicherheitsstandard FFP2 erfüllen, aber kein Atemventil haben.

In den letzten Tagen wurde an der Maskenpflicht von verschiedener Seite massive Kritik geübt, insbesondere vom Vorstandsvorsitzenden des Weltärztebundes Frank Ulrich Montgomery. Diese Kritik teilt das Rote Kreuz nicht. Auch sogenannte Community-Masken können die weitere Ausbreitung des Coronavirus eindämmen. Das zeigen auch entsprechende  Untersuchungen in China und Großbritannien.  Bitte beachten Sie jedoch auch weiterhin die Abstandregel von mindestens 1,5 m und die sonstigen Hygieneempfehlungen.

Grundsätzlich ist der Kontakt zu Personen die nicht zum eigenen Haushalt gehören derzeit untersagt. Das betrifft zum Beispiel Freundinnen und Freunde, aber auch nahe Verwandte wie Tanten oder Onkel, Oma, Opa oder Enkel, die nicht im gleichen Haushalt leben. Auch der Geburtstagsbesuch ist nicht gestattet. Ab dem 20. April ist der Kontakt zu einer haushaltsfremden Person in der Öffentlichkeit gestattet.  Das heißt man darf sich grundsätzlich im Freien treffen, zum Beispiel um gemeinsam Sport zu treiben oder spazieren zu gehen.

Seit dem 9. Mai dürfen sich die Mitglieder von 2 Haushalten treffen.

Bis zum 27. April sind alle Schulen in Bayern geschlossen. Danach wird der Unterricht Schritt für Schritt wieder aufgenommen. Es ist allerdings im Moment nicht klar, ob tatsächlich alle Schüler in diesem Schuljahr noch einmal die Schulbank drücken werden. Informationen zum Schulbetrieb finden Sie auf der Seite des Bayerischen Kultusministeriums.

Am 27. April begann der Unterricht wieder für alle Abschlussklassen.
Am 11. Mai folgen die Vorabschlußklassen (Ausnahme FOS/BOS) sowie die 4. Klassen der Grundschulen. An Förderschulen beginnt der Unterricht umfassender für die Schüler der Jahrgangsstufen 4 und 8 sowie für alle übrigen Schüler der Jahrgangsstufe 9, soweit nach dem Lehrplan für allgemeine Schulen unterrichtet wird.
Am 18. Mai beginnt der Unterricht für die 1. Klassen in den Grundschulen sowie für die 5. Klassen an den Mittelschulen. Bei Jahrgangskombinationen 5 und 6 ausnahmsweise auch für die Schüler der 6. Klassen. An den Realschulen und Gymnasien starten 5. und 6. Klassen wieder mit dem Präsenzunterricht. An Förderschulen folgen die Jahrgangsstufen 1 bis 5, soweit sich der Unterricht nach dem Lehrplan für allgemeine Schulen richtet.
15. Juni: An diesem Tag (also nach den Pfingstferien) sollen auch die 2. und 3. Klassen an die Grundschulen zurückkehren, vorausgesetzt die positive Entwicklung bei den Neuinfektionen hält an. Dies gilt auch für alle übrigen Jahrgangsstufen.
Bis zu den Sommerferien sollen alle Schüler zumindest tageweise in die Schulen zurückkehren. Da künftig auch die regionale Entwicklung maßgeblich darüber entscheidet, ob weitere Lockerungen durchgesetzt werden können, sollten Sie sich auch auf den Internetseiten Ihrer Schule vor Ort und des Schulamtes regelmäßig informieren.
Alle Ferien (Pfingsten, Sommerferien) bleiben bestehen.
Der Unterreicht wird in aller Regel in geteilten Klassen abgehalten, um die Schülerzahl je Klassenzimmer zu reduzieren. Wochen- bzw. tageweise Wechsel sind die Regel (rollierendes System). Die Ausgestaltung bleibt den einzelnen Schulen überlassen, da die jeweilige Raumsituation und die Verfügbarkeit von Lhrkräften maßgeblich über die Ausgestaltung entscheidet. Ausgenommen sind die 4. Klassen in den Grundschulen sowie die Abschlussklassen an allen weiterführenden Schulen (Mittelschule, Realschule, Gymnásium, Fachschulen, Berufsschulen, Förderschulen). Hier findet der Unterricht täglich statt.

Um Schülerinnen und Schüler vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus zu schützen werden folgende Maßnahmen zum Infektionsschutz ergriffen:

  • Reduzierung der regulären Klassenstärke (geteilte Klassen), Vermeidung von Durchmischung;
  • Abstandsgebot von mindestens 1,5 m Abstand zu anderen, kein Körperkontakt;
  • Einzeltische;
  • Verzicht auf Partner- und Gruppenarbeiten;
  • ggf. zeitlich versetzter Unterrichtsbeginn oder Schichtbetrieb;
  • Sonderregelungen für das Verhalten im Schulhaus, im Klassenzimmer, beim Toilettengang etc.
  • Maskenpflicht in Pausen und Schulhof.

Es gelten darüberhinaus die allgemeinen Empfehlungen zur Hygiene wie häufiges Händewaschen mit Seife, Einhalten der Nies- und Hustenetikette. Das Tragen einer Maske ist in der Schule nicht vorgeschrieben. Wohl aber bei der Fahrt im Schulbus oder mit der Bahn. Das Bayerische Kultusministerium hat einen detaillierten Hygieneplan im Internet als PDF zum Download veröffentlicht. Dort finden Sie auch Informationen über Klassenstärken.

Die gebunden und offenen Ganztagsschulen finden grundsätzlich statt. Vor Ort kann es einzelne Einschränkungen geben. Die Staatsregierung wird Eltern, die wegen des Betretungsverbots aufgrund der Coronavirus-Pandemie keine Kindertagesbetreuung oder Mittagsbetreuung in Anspruch nehmen können, für die Monate April, Mai und Juni von den Kosten entlasten. Über die Einzelheiten des Verfahrens zur Erstattung der Teilnehmerbeiträge werden wir zeitnah informieren.

Die Kinder der 4. Klassen erhalten am 11. Mai ihr Übertrittszeugnis. Die Einschreibung an den weiterführenden Schulen findet vom 18. bis 22. Mai 2020 statt. Der Probeunterricht an Realschulen und Gymnasien findet von 26. bis 28. Mai 2020 statt.

Die Abschlussprüfungen finden je nach Schulart an folgenden Terminen statt:

  • Mittelschule (Quali):

    schriftlich:
    06. Juli: Englisch
    07. Juli: Deutsch/ DaZ
    08. Juli: Mathematik
    09. Juli: GSE und PCB
    19. Juni: Muttersprache
    Projektprüfung und schulhausinterne Prüfungen: schulinterne Festsetzung.

  • Mittelschule (mittlerer Schulabschluss):

    schriftlich:
    30. Juni: Deutsch
    01. Juli: Englisch
    02. Juli: Mathematik
    17. Juni: Muttersprache
    Projektprüfung und schulhausinterne Prüfungen: schulinterne Festsetzung.

  • Realschule:
    Sprechfertigkeitsprüfungen
    Englisch (Speaking Test) 04.05.2020 – 07.05.2020 (alt: 30.03.-02.04.2020)
    Spanisch 11.05.2020 – 13.05.2020 (alt: 27.04.-29.04.2020)
    Französisch 22.06.2020 – 26.06.2020 (alt: 25.05.-29.05.2020)
    Tschechisch 22.06.2020 – 26.06.2020 (alt: 25.05.-29.05.2020)

    Schriftliche Abschlussprüfungen
    Spanisch, Tschechisch 30.06.2020 (alt: 16.06.2020)
    Deutsch 01.07.2020 (alt: 17.06.2020)
    Französisch 02.07.2020 (alt: 18.06.2020)
    Englisch, Andere Fremdsprachen 03.07.2020 (alt: 19.06.2020)
    Mathematik I/II 06.07.2020 (alt: 22.06.2020)
    Betriebswirtschaftslehre/Rechnungswesen 07.07.2020 (alt: 23.06.2020)
    Physik 08.07.2020 (alt: 24.06.2020)
    Kunst, Ernährung und Gesundheit, Sozialwesen, Sport, Musik 09.07.2020 (alt: 25.06.2020)
    Werken 10.07.2020 (alt: 26.06.2020)

    Die Entlassung der Absolventinnen und Absolventen findet voraussichtlich am 24.07.2020, d. h. am letzten Tag des Schuljahres statt (alt: 17.07.2020).

  • Gymnasium
    Schriftliche Prüfungen
    Deutsch 20. Mai 2020 (alt: 30. April)
    Mathematik 26. Mai 2020 (alt: 05. Mai)
    3. Abiturprüfungsfach (mit Französisch!)
    29. Mai 2020 (alt: 08. Mai bzw. Französisch am 11. Mai)

    Kolloquiumsprüfungen
    Erste Prüfungswoche
    15.-19. Juni 2020 (alt: 18.-22. Mai)
    Zweite Prüfungswoche
    22.-26. Juni 2020 (alt: 25.-29. Mai)
    Mündliche Zusatzprüfungen
    Abschluss der Zusatzprüfungen bis 03. Juli 2020 (Abwicklung erst nach Bekanntgabe der Ergebnisse der fünf Abiturprüfungsfächer) (alt: 19. Juni)

    Die Entlassung der Abiturientinnen und Abiturienten findet voraussichtlich in der zweiten Juliwoche statt.

  • FOS/BOS:
    Schriftliche Prüfungen
    Deutsch 18.06.2020, (alt: 25.05.2020)
    Englisch 19.06.2020, (alt: 26.05.2020)
    Mathematik 22.06.2020, (alt: 28.05.2020)
    Viertes Prüfungsfach:23.06.2020 (alt: 29.05.2020)
    Die mündliche Gruppenprüfung im Fach Englisch soll im Zeitraum vom 18.05.-29.05.2020 durchgeführt werden (alt: 04.05.-22.05.2020).
    Für die Ergänzungsprüfung zum Erwerb der allgemeinen Hochschulreife ist der folgende Termin vorgesehen: 24.06.2020 (alt: 20.05.2020)

    Das Zeugnisdatum für das Fachabitur und Abitur wird auf Mittwoch, den 29. Juli 2020 verschoben.

 

An Berufsschulen und Gymnasien werden keine Leistungsnachweise mehr bis zu den Abschlussprüfungen erhoben. Das heißt: Ausgefallene Klausuren und Schulaufgaben werden also nicht nachgeholt. Die Noten werden aus den bereits abgegeben Prüfungen im letzten Kurshalbjar oder den Ergebnis aus vorangegangenen Halbjahren errechnet. Es wird die Methode verwendet, die für die Schülerin oder den Schüler das beste Ergebnis bringt. Details dazu lesen Sie bitte auf der Seite des Kultusministeriums nach.
In Real- und Mittelschulen können ab der 2. Präsenzwoche noch Prüfungen stattfinden, soweit zur Bildung der Jahresfortgangsnoten erforderlich. Es gilt jedoch der Grundsatz, dass der durch die Coronakrise verursachten Ausnahmesituation in pädagogischer Verantwortung angemessen Rechnung getragen werden soll.

Bis zum 27.4. durften nur Geschäfte mit Angeboten für den täfglichen Bedarf öffnen. Ab dem 27.4. sollten zunächst nur Geschäfte mit einer Ladenfläche bis 800 qm öffnen dürfen. Diese Regelung wurde nun geändert. Ab sofort dürfen alle Geschäfte öffnen, allerdings muss die Verkaufsfläche auf 800 qm beschränkt werden. Zudem darf nur eine begrenzte Anzahl von Personen ein Geschäft gleichzeitig betreten. Hier gilt die Maßgabe, dass für jeden Kunden rechnerisch mindestens  20 qm Fläche zur Verfügung stehen müssen. Das Abstandsgebot ist auf jeden Fall einzuhalten. In Geschäften gilt Maskenpflicht. 

Ab dem 4. Mai 2020 dürfen auch Frisöre wieder öffnen. Kosmetik- und Nagelstudios bleiben weiterin geschlossen. In den Salons gelten besondere Vorschriften. Kunden und Personal müssen Maske tragen, maximal zehn Kunden dürfen sich  im Wartebereich  aufhalten. Der Mindestabstand muss immer eingehalten werden, zum Beispiel auch zwischen den Frisören. Es dürfen keine Zeitschriften ausgelegt werden.

Grundsätzlich sind Besuche in Krankenhäusern und Altenheimen weiterhin nur eingeschränkt möglich.
Krankenhäuser: Ab dem 9. Mai darf jeder Patient einmal täglich von einem Familienangehörigen (Ehegatte, Eltern, Lebenspartner, Geschwister, Kinder) besucht werden. Kinder dürfen von den Sorgeberechtigten auch gemeinsam oder einer weiteren Person  besucht werden. Besuche werden namentlich registriert. Der Abstand von 1,5m muß durchgehend eingehalten werden. Es gelten die Besuchszeiten und die Maskenpflicht.
Pflegeeinrichtungen: Ab dem 9. Mai ist das bisher geltende,  grundsätzliche Besuchsverbot aufgehoben. Ab dann sind Besuche einer Kontaktperson oder eines Familienmitgliedes möglich. Der Mindestabsatnd muß eingehalten werden und der Besucher eine Maske tragen. Besucher werden regsitriert. Jede Einrichtung muss ein Hygienekonzept entwickeln.

Ab dem 11. Mai können Sportverein unter Auflagen wieder mit dem Training und Sport beginnen. Dies gilt zunächst jedoch nur für den Trainigsbetrieb von Individualsportarten im Breiten – und Freizeitbereich. Es gelten folgende Regelungen:

  • Ausübung nur unter freiem Himmel oder in Reithallen, also z.B. Tennis, Dressurrreiten.
  • Mindestabstand von 1,5 m muss eingehalten werden. Nur „kontaktloser“ Sport.
  • Ausübung allein oder in kleinen Gruppen bis zu fünf Personen. In diesem Rahmen können auch Mannschaften wieder trainieren.
  • keine Nutzung von Umkleidekabinen, Sanitäranlagen, wie Durchen, Saunen, ezc. bleiben geschlossen. Toiletten können genutzt werden.
  • Sporthallen, Vereins- und Gesellschaftsräume bleiben geschlossen. Sie dürfen ausschließlich betreten werden, um dringend benötigte Trainigsgeräte zu holen oder zurückzustellen.
  • Keine Zuschauer.

Detailierte Informationen finden Sie auf der Internetseite des Bayerischen Sportverbandes , der einzelnen Sportverbände oder Ihres Sportvereins.

Das Baden in Seen und Flüssen ist grundsätzlich nicht verboten. Hallen- und Freibäder bleiben jedoch vorerst geschlossen. Experten halten das Schwimmen in Freigewässern wie dem Meer oder großen Badeseen für weitgehend unbedenklich. Allerdings wollen sie ein grundsätzliches wenn auch geringes  Ansteckungsrisiko nicht ausschließen. Die Wasserwacht wird mit dem Beginn der Pfingstferien den Wachdienst an den Badegewässern im Landkreis bei Bedarf aufnehmen. Die Schnelleinsatzgruppen der Wasserwacht sind immer verfügbar.

Großveranstaltungen bleiben auf jeden Fall bis Ende August verboten. Deshalb wurden im Landkreis und anderswo in Bayern auch Traditionsveranstaltungen wie die Passion in Oberammergau, das Münchener Oktoberfest oder die Bayreuther Festspiel abgesagt. Auch Theater und Kinos (Ausnahme Autokinos) bleiben vorerst geschlossen. Museeen öffnen seit dem 12. Mai 2020 wieder schrittweise ebenso wie Tierparks. Einige Messen- und Konzerttermine wurden in den Herbst verschoben. Eintrittskarten behalten möglicherweise ihre Gültigkeit, wenn die Veranstaltung verschoben wurde. Grundsätzlich vertreten die Verbraucherzentralen die Auffassung, dass bei ausgefallene Veranstaltungen die Eintrittsgelder zurückbezahlt werden müssen. Das gilt zum Beispiel auch bei Dauerkarten für Sportveranstaltungen oder Konzertabos. Detaillierte Informationen finden Sie auf der FAQ-Seite zu Corona der Verbraucherzentrale Bayern.

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