Hilfe bei medizinischen Problemen.

Das Gesundheitsamt Garmisch-Partenkirchen empfiehlt auch bei geringem Verdacht auf eine mögliche Infektion mit dem Coronavirus:
Sofortige Selbstisolation und Corona-Testveranlassung.

 Empfehlungen im Alltag:

  • Distanz einhalten (Minimum 1,5 m)
  • MNS dort, wo Distanz nicht einzuhalten ist und in den Orten laut gesetzlicher Vorgabe (Geschäfte, ÖPNV)
  • Basishygieneregeln: häufiges Hände waschen. Hustenetikette
  • Selbstisolierung, sofort!, bei Neuauftreten von „Erkältungsanzeichen“ wie Halsschmerz, Fieber, Husten, Gliederschmerzen: nicht ignorieren, sondern sobald wie möglich testen lassen auf SARS CoV-2 (beim Hausarzt, in der regionalen Schwerpunktpraxis, im örtlichen Gesundheitsamt).

Selbstanamnesebogen ausfüllen zur Vorbereitung auf den Arztbesuch: (https://www.tioranat.info/DE/09180117) und zum Sprechstundentermin (immer erst telefonisch anmelden) mitbringen.

Aus der Selbstisolation erst herausgehen bei negativem Testergebnis.

Die Gemeinden im Landkreis können in Zusammenarbeit mit teilnehmenden Lebensmittelgeschäften und dem Roten Kreuz einen Einkaufsservice anbieten. Dabei übernehmen Mitarbeiter in der Gemeindeverwaltung die Bestellung und Zahlungsabwicklung. Sie erreichen Sie über entsprechende Servicenummern (siehe Tabelle). Sie geben bei den Mitarbeitern Ihre Bestellung auf, die die Gemeinde an kooperierende Lebensmittelgeschäfte und Apotheken weiter geben. Dort werden die Waren für Sie zusammengestellt und verpackt. Das Rote Kreuz holt Ihre Lieferung ab und stellt Sie an einem vereinbarten Übergabepunkt ab. Der Kontakt zwischen Ihnen und dem Ausfahrer sollte möglichst nur telefonisch stattfinden, wenn notwendig.

Die Bezahlung findet bargeldlos statt. Sie erhalten eine Rechnung von Ihrer Gemeinde.
Auf der Seite des Freiwilligenzentrums Auf geht’s finden Sie eine aktuelle Liste mit den Initiativen und Hilfsangeboten von Märkten, Organisationen und Gemeinden im Landkreis zur Versorgung der Bevölkerung. Dort können Sie auch eine ständig aktualisierte und Liste mit Hilfsangeboten im Landkreis und im Oberland erhalten.

Der Einkaufsservice steht allen Bürgerinnen und Bürgern offen, die wegen der Anordnung einer Quarantäne oder wegen einer Beeinträchtigung (Krakheit, Behinderung, etc.) sich nicht selbst versorgen können.

GemeindeAnbieterAnsprechpartnerKontakt
MittenwaldGemeinde
Herrmann Baier
Josef Stieglmeier
08823/3310
0172/7814862

08823/3320
0175/6951524

KrünGemeinde
Mathias Bader
0151/61473424

matthias.bader@gemeinde-kruen.de

WallgauGemeinde
Florian Neuner
08825/925025

florian.neuner@gemeinde-wallgau.de

SaulgrubGemeinde
Susanne Hell
08845/7476 14
Geschaeftsleitung@vg-saulgrub.de
UnterammergauGemeinde
 
08822/70 21
Lieferservice, Mo., Mittw. und Fr. 8 bis 12 Uhr

Das Robert-Koch-Institut sowie Bundes- und Landesregierung halten Massentests derzeit für nicht hilfreich. Ihrer Auffassung nach würde dies dringend benötigte Laborkapazitäten mit überflüssigen Tests belasten. Ziel ist es vor allem Infizierte schnellstmöglich zu identifizieren um weitere Infektionsketten zu unterbrechen. Deshalb gibt es derzeit keine Möglichkeit, sich freiwillig testen zu lassen. Voraussetzung für einen Test sind immer erste Anzeichen einer möglichen Infektion mit dem Virus, also grippeähnliche Symptome wie Fieber und Atemwegsbeschwerden. Zusätzlich muß entweder Kontakt zu einer bereits infizierten Person bestanden haben, eine Vorerkrankung bestehen oder sich die Beschwerden verschlimmern oder man hat in seiner Arbeit (Pflege, Krankenhaus, Rettungsdienst etc.)  vermehrt Kontakt zu Menschen aus den Risikogruppen.

 

Grundsätzlich stehen auch weiterhin alle Hilfsangebote zur Verfügung. Erster Ansprechpartner für alle Gesundheitsfragen sollte der Hausarzt sein. Auf der  Informationsseite der Hausärzte finden Sie die Coronasprechzeiten vieler im Landkreis niedergelassener Hausärzte.  In nicht lebensbedrohlichen Notlagen erhalten Sie außerhalb der regulären Sprechzeiten Hilfe über

Rufnummer 116 117
Bereitschaftsdienst der Kassenärzte.

Bei schweren Unfällen und lebensbedrohlichen Notfällen rufen Sie bitte:

Notruf 112

Aus gegebenen Anlass bitten wir Sie die Mitarbeiter in den Arztpraxen, der Rettungsstelle oder der Hotline der Bereitschaftsärzte darauf hinzuweisen, wenn Sie positiv auf eine Infektion mit dem Corona-Virus getestet wurden, Kontakt zu einer positiv getesteten Person hatten oder Symptome zeigen, die zu COVID-19 passen könnten. Sie erhalten immer Hilfe. Wichtig ist, dass sich Ihr medizinisches Hilfspersonal selbst vor einer Infektion schützen kann. 

Wenn Sie positiv auf eine Infektion mit SARS-CoV-2 getestet wurden, dann stehen Sie unter Quarantäne. Ein Verstoß gegen die Quarantäneauflagen kann mit einer Geld- oder Freiheitsstrafe geahndet werden. Wenn Sie medizinische Hilfe benötigen, dann informieren Sie Ihren Hausarzt. In Notfällen rufen Sie die

Notrufnummer 112.

Informieren Sie den jeweiligen Ansprechpartner immer darüber, dass Sie sich angesteckt haben und unter Quarantäne stehen. Sie erhalten in jedem Fall die gleiche medizinische Hilfe, nur dass sich Ärzte und die Mitarbeiter im Rettungsdienst angemessen auf die Situation einstellen können, indem sie z.B. eine Schutzausrüstung tragen. Bei medizinischen Problemen, die es erforderlich machen, die Quarantäne zu verlassen, sprechen Sie dies unbedingt mit dem zuständigen Gesundheitsamt ab. Nur so können Sie möglicherweise juristische Konsequenzen vermeiden.

Nach wie vor gibt es Lieferschwierigkeiten bei Atemmasken und Desinfektionsmitteln. Allerdings hat eine Umfrage des Roten Kreuzes unter den Apotheken im Landkreis gezeigt, dass die Versorgungslage deutlich besser gweorden ist. Mund-Nase-Schutz scheint in ausreichender Zahl verfügbar, vereinzelt auch FFP2-Masken für Personen, die zu einer Risikogruppe  zählen. Im Internet bieten Wucherer und Betrüger Atemmasken zu Höchstpreisen an. Derzeit ist nicht geplant, dass über staatliche Stellen Schutzmasken an Bürgerinnen und Bürger ausgegeben werden. Seit dem 27. April 2020 gilt in Bayern und in den meisten anderen Bundesländern eine Maskenpflicht. Beim Fahren in Bussen und Bahn und beim Einkaufen muss eine Maske oder vergleichbarer Mund-Nase-Schutz getragen werden. Mit dem Tragen einer einfachen, sogenannten Community-Maske schützt man vor allem andere. Das Rote Kreuz hat im Landkreis 24.000 solcher Masken hergestellt und kostenlos verteilt.
Wer sich selbst schützen muss, trägt besser eine sogenannten filtrierende Halbmaske, die der Schutzklasse FFP2 entspricht. Auch weiterhin gilt: Mindestabstand von 1,5 m einhalten und alle anderen Hygieneempfehlungen im Alltag umsetzen.

 

Ärzte können ihre Praxen uneingeschränkt öffnen. In Notfällen dürfen auch im medizinischen Bereich tätige Therapeuten wie Physiotherapeuten, Krankengymnastik, Heilpraktiker etc. behandeln.

Hilfe bei Problemen im Alltag

Das Landratsamt Garmisch-Partenkirchen hat ein eigenes Bürgertelefon eingerichtet.

Bürgertelefon im Landkreis: 08821/751-500

Aufgrund des hohen Aufkommens an Fragen können nicht immer alle Anrufe sofort entgegen genommen werden. Das Personal, das die Anrufe entgegen nimmt wurde dem Bedarf angepasst. Ähnliches gilt für die Rufnummer des ärrztlichen Bereitschaftsdienstes 116 117. Mit überlangen Wartezeiten ist deshalb nicht mehr zu rechnen.  Sollten Sie trotzdem dauerhaft Schwierigkeiten haben, jemanden zu erreichen, dann können Sie das Bürgertelefon im Landkreis auch per E-Mail erreichen:

Bürgertelefon Mail: corona@lra-gap.de

Alternativ emepfehlen wir Ihnen Kontakt mit Ihrer Gemeinde aufzunehmen. Auch dort wurde das Personal aufgestockt.

Schulen, Kindergärten und  Kindertagesstätten sind grundsätzlich geschlossen. Alle Einrichtungen im Landkreis bieten einen Notdienst an. Dieser steht Eltern zur Verfügung, die in sogenannten systemrelevanten Berufen tätig sind. Dazu zählen:

  • Polizei, Feuerwehr, Rettungdienst, THW, Justiz
  • Medizinische und pflegerische Berufe (Ärztinnen und Ärzte, Altenpflege, Apotheken, etc.)
  • Hebammen und Geburtshelfer
  • Personen, die unmittelbar mit der Auszahlung von Geldleistungen befasst sind (SGB II, SGB III, Asylbewerberleistungsgesetz)
  • Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Bereich Gesundheit (Labore, Blutspendedienste, Produzenten)

Bisher galt, dass beide Elternteile in einem systemrelavanten Beruf tätig sein müssen. Ab Montag den 23. März dürfen auch Eltern die Notbetreuung in Anspruch nehmen, wenn nur ein Elternteil zu den oben aufgeführten Berufsgruppen zählt. Grundvoraussetzung für die Teilnahme des Kindes an der Notbetreuung ist:

  • das Kind ist nicht krank ist  (weder COVID-19 noch andere Ansteckungskrankheit)
  • nicht im Kontakt zu infizierten Personen steht oder seit einem Kontakt mindestens 14 Tage vergangen sind und das Kind keine Symptome zeigt
  • das Kind sich nicht in einer Region aufgehalten hat, die das Robert-Koch-Institut RKI als Risikogebiet eingestuft hat.

Die Notfallbetreuung wird an Grundschulen in den Klassen 1 bis 4, der Grundstufe von Förderschulen und den Jahrgangsstufen 5 und 6 an weiterführenden Schulen angeboten. Im Landkreis bieten zur Zeit alle Einrichtungen  einen Notdienst an. Informationen zum Notdienst erhalten Sie in der jeweiligen Einrichtung, die Ihr Kind besucht.  Sollte es aufgrund von Ausfällen oder Versetzungen zu Schließungen einzelner Einrichtungen kommen, wird für betroffene Eltern und Kinder ein Ersatz angeboten. Informationen finden Sie dann ebenfalls hier.

Detaillierte Informationen zur Regelung finden Sie auf den Seiten des bayerischen Kultusminsiteriums hier

Es gibt eine Reihe von Informationsangeboten im Internet, gerade auch von den besonders mit COVID-19 befassten Ministerien und Institutionen wie dem RKI als oberster deutscher Fachbehörde.
Telefonische Beratung bekommen Sie an folgenden Hotlines:

  • Unabhängige Patientenberatung Deutschland: 0800 011 777 22
  • Bürgertelefon des Bundesministeriums für Gesundheit: 030 346 465 100
  • Allgemeine Erstinformationen und Kontaktvermittlung über die zentrale Behördenrufnummer: 115
  • Beratungsservice für Gehörlose und Hörgeschädigte:
    Fax: 030 340 60 66 -07
    Mail: info.deaf@bmg.bund.de; info.gehoerlos@bmg.bund.de
  • Gebärdentelefon (Videotelefonie): Mail: https://www.gebaerdentelefon.de/bmg/

Die Corona-Krise zerrt an den Nerven. Wenn Sie unter anhaltenden psychischem Streß stehen, in eine Depression abgleiten oder einfach Beistand brauchen, stehen  Ihnen staatliche und bürgerschaftliche Angebote von Wohlfahrtsorganisationen zur Verfügung.

Bei der Telefonseelsorge finden Sie erfahrene Gesprächspartnern für den Beistand in seelischen Krisen. Die Beratung findet anonym, vertraulich, kostenfrei und kurzfristig statt. Sie erreichen die Telefonseelsorge unter den bekannten, bundesweit einheitlichen und kostenfreien Rufnummern:

  • Tel.: 0800 / 11 10 111
  • Tel.: 0800 / 11 10 222
  • Tel.: 0800/11 10 333 (Kinder- und Jugendtelefon)

Die Telefone sind 24 Stunden rund um die Uhr jeden Tag besetzt. Sie erhalten Beratung auch per Mail  oder Chat. Seit 10. März 2020 hat die Telefonseelsorge auch eine neue App KrisenKompass zur Suizidprävention freigeschaltet. Sie steht für Android und iOS in den jeweiligen App-Stores zur Verfügung

Die Krisenintervention Koordination der Ehrenamtlichen im Landkreis erreichen Sie unter der Telefonnr. 08821/ 78 10 525 zur Verfügung.

Die Stiftung Deutsche Depressionshilfe  bietet unter der kostenfreien bundesweiten Rufnummer 0800 33 44 533 Hilfe für Betroffene und Angehörige.

Die kath. Pfarrverbände im Landkreis bieten telefonische Gespräche an:

  • Pfarrverband Partenkirchen, Farchant, Oberau:  Pfarrer Andreas Lackermeier: Tel.: 08821/967 00 8
  • Pfarrverband Zugspitze: Pfarrer Josef Konitzer: Tel.: 0172/722 64 14

Die Evangelische Kirche hat einen telefonische Seelsorge für den Landkreis Garmisch-Partenkirchen eingerichtet. Sie ist Montag bis Samstag zwischen 8 und 20 Uhr erreichbar, am Sonntag zwischen 12 und 20 Uhr. Die Pfarreien wechseln sich ab:

  • Montag: Martin Dubberke, Tel.: 0160/90 35 02 40
  • Dienstag: Irene Konrad, Tel.: 0171/113 61 46
  • Mittwoch: Simone Feneberg, Tel.: 0176/83 04 49 58
  • Donnerstag: Peter Sachi, Tel.: 08822/930 30
  • Freitag: Andreas Fach, Tel.: 08841/998 92 35
  • Samstag: Florian Bracker, Tel.: 08841/12 67
  • Sonntag: Uli Wilhelm, Tel.: 0175/418 90 87

Gottesdienste fallen unter das staatliche Veranstaltungsverbot. Das betrifft in abgemilderter Form auch Bestattungen. Sie sind nur im engsten Familienkreis möglich. Dieser wird auf 15 Teilnehmer beschränkt. Eine öffentliche Aussegnung ist derzeit untersagt. Auch Traueranzeigen können derzeit nicht geschaltet werden.
Nachdem Veranstaltungen unter freiem Himmel mit bis zu 50 Teilnehmern wieder gestattet sind und Gottesdienste bei Einhaltung eines Abstandes von 2m und dem Tragen von Mund-Nase-Schutz erlaubt sind, gehen wir davon aus, dass kurzfristig auch Beerdingungen in einem normalen Maße und unter Auflagen gestattet werden (z.B. Tragen von Masken, Abstand, Beschränkung der Teilnehmerzahl). Wir werden Sie umgehend hier informieren, sobald neue Regelungen veröffentlicht wurden.

Wenn es zu Hause stressig wird, dann können Sie sich unter dem neu geschalteten Familientelefon der Caritas an die Familienberatung wenden.

Sie erreichen das Familientelefon unter der Rufnummer 0170 913 73 26 von Mo. bis Do. von 9.00 bis 16.00 Uhr und Freitag von 9.00 bis 14.00 Uhr.

Die Familienberatung der Caritas steht auch weiterhin ganz regulär zu den Geschäftszeiten (Mo-Do, 08:00 – 12:30 Uhr, 13:30 – 16:00 Uhr, Fr 08:00 – 13:00 Uhr)

unter der Tel.-Nr. 08821-94348-40 zur Verfügung.

Für alle Fragen rund um Familie, Erziehung und Partnerschaft
www.familienberatung-gap.de

Ab Montag, den 4. Mai dürfen Frisöre wieder Haare schneiden. Die Betriebe und Innung rechnen mit einem Massenansturm, der in den ersten Tagen kaum zu bewältigen sein wird. Zudem müssen in den Salons strenge Abstandsregeln eingehalten werden. Maximal sind zehn Besucher im Wartebereich erlaubt und nur dann, wenn der Mindestabstand von 1,5, m eingehalten werden kann. Kundinnen und Kunden müssen alleine kommen und ebenso wie das Personal  eine Maske tragen. Auf Föhnen und Waschen der Haare soll verzichtet werden. Das Färben von Wimpern, Rasieren und Bartpflege bleiben verboten.

Medizinische Fußpflege ist bereits in der Vergangenheit erlaubt gewesen. Kosmetische Fußpflege ist ab de, 4. Mai wieder erlaubt. Kosmetik- und Nagelstudios bleiben jedoch weiterhin geschlossen. Eine reine Kosmetikbehandlung ist auch in Mischbetrieben, die zum Beispiel medizinische Fußpflege oder Haare schneiden  anbieten nicht gestattet.

Familie und Corona

Leider steigen in Zeiten häuslicher Quarantäne und Ausgangsbeschränkungen auch familiäre Spannungen und Gewaltdelikte. Das Landratsamt Garmisch-Partenkirchen hat deshalb eine Reihe von Hilfsangeboten Online zusammengestellt.

https://www.lra-gap.de/de/familie-und-corona.html

Hier finden Partner, Eltern sowie Kinder und Jugendliche

  • Rat und Hilfe bei familiären Krisensituationen und häuslicher Gewalt
  • Erziehungstipps
  • Freizeitgestaltung mit Kindern
  • Kinderbetreuung, Recht, Finanzen

Das Angebot ist ähnlich wie hier in einzelne Kapitel gegliedert, sodass man schnell und einfach zu jedem Thema Informationen, Rufnummern und Hilfsangebote findet. Das Angebot wird wöchentlich aktualisiert.

Wirtschaftliche Hilfe

Arbeitnehmer erhalten eine Lohnfortzahlung wenn Sie wegen einer Infektion mit dem Coronoavirus nach dem IfSG in Quarantäne geschickt werden. Selbständige, die einem Tätigkeitsverbot unterliegen aber nicht krank sind, können eine Entschädigung erhalten. Die Entschädigung wird in den ersten sechs Wochen in Höhe des vollen Verdienstausfalles  bezahlt, ab der 7. Woche in Höhe des Krankengeldes nach § 47 Abs. 1 SGB V.

Informationen über die Voraussetzungen, ob Sie Anspruch auf Verdienstausfall haben ist die Regierung von Oberbayern.

Die Auswirkungen der Coronakrise auf unsere Volkswirtschaft sind derzeit noch nicht abzusehen. Bund, Länder und Gemeinden legen jeweils eigene Hilfsprogramme für unterschiedliche Zielgruppen auf. Ziel ist es zunächst die Liquidität von Unternehmen, Selbständigen und Freiberuflern zu sichern, sodass Insolvenzen als Folge der Krise und der damit verbundenen Einschränkungen möglichst vermieden werden. Die Bayerische Staatsregierung hat ein Soforthilfeprogramm eingerichtet. Unternehmen und Selbständige können aus diesem Fördertopf zwischen 5.000 und 30.000 € sofort erhalten. Die Höhe richtet sich nach der Anzahl der Mitarbeiter. Voraussetzung ist, dass keine Eigenmittel zur Verfügung stehen. Ein Förderantrag kann von der Webseite des Staatsministeriums für Wirtschaft heruntergeladen werden und ist an die LH München oder die zuständige Regierungsbehörde zu senden.

Um die Liquidität von Unternehmen zu verbessern kann beim zuständigen Finanzamt zunächst für 3 Monate eine Stundung von Steuervorauszahlungen beantragt werden. Gestundet werden können Einkommensteuer, Körperschaftsteuer und Umsazsteuer. Vorausszahlungen können ausgesetzt werden für Einkommensteuer und Körperschaftsteuer. Das Antragsformular finden Sie hier beim Verband der Bayerischen Wirtschaft vbw. Eine mögliche Stundung der Gewerbesteuer muss bei der zuständigen Kommune beantragt werden.

Die LfA Förderbank Bayern bietet über die Hausbank Kredite als Liquiditätshilfe an. Unternehmenmit einem Jahresumsatz von bis zu 500 Mio. € und Angehörige der Freien Berufe können für Investitionen, die Anschaffung von Warenlagern sowie für allgemeine Betriebsmittel oder zur kurzfristigen Umschuldung  Darlehen bis zu 10. Mio Euro beantragen. Sofern keine ausreichende Absicherung gestellt werden können ist eine 80-prozentige Haftungsfreistellung möglich. Bei einer Haftungsfreistellung bis zu 500.000 € gilt ein vereinfachtes Beantragungs- und Bearbeitungsverfahren. Detaillierte Informationen finden Sieauf dem Infoblatt Universalkredit der LfA.

Die LfA bietet zudem Bürgschaften bis zu max. 80% des Darlehensbetrage für mittelständische Gewerbebetriebe und Angehörige der Freien Berufe an. Die Kredite können für Betriebsmittel, Rettungs und Umstrukturierung eines Unternehmens verwendet werden. Die Höchstsumme sind 5 Millionen €, für Bürgschaften bis 500.000 € gilt wieder das vereinfachte Antragsverfahren.

Schließlich bietet die LfA für mittelständische Unternehmen noch Akutkredite bis zu 2 Mio. € an. Voraussetzung ist, dass die Hausbank das Konsolidierungskonzept mitträgt. Die Beteiligung der Hausbank ist für alle Kredite der LfA Voraussetzung.

Die LfA informiert über die Hilfsangebote für die Wirtschaft unter:

LfA-Förderberatung

Auch die  KfW bietet umfangreiche Hilfen für Unternehmen in Schwierigkeiten an. Informationen erhalten Interessenten unter der kostenfreien

Servicenummer 0800 5 39 90 00

Informationen über die verschiedenen Hilfsangebote des Bundes finden Sie auf der entsprechenden Webseite der KfW

 

Aus dem Hilfspaket für Solo-Selbständige und Kleinstunternehmen leistet die Bundesregierung Soforthilfe, wenn diese in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten. Das Programm steht ausdrücklich auch Künstlern und Kulturschaffenden offen. Mit den Geldern sollen akute Liquiditätsschweirigkeiten überbrückt werden, etwa wenn laufende Mieten, Löhne und Gehälter oder Leasingraten nicht bezahlt werden können. Die Sofrothilfe beträgt maximal 9.000 € für drei Monate für Selbständige ohne Angestellte.

Bayern hat beschlossen, dass die 30.000 in der Künstlersozialkasse versicherten Künstler in Bayern in den kommenden drei Monaten eine Förderung von monatlich 1.000 € erhalten sollen. Die Regelung soll rückwirkend ab de, 1. 4. gelten. Die genaue Abwicklung und Antragstellung  regelt das Bayerische Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst.

Am 14.5. hat die bayerische Staatregierung den „kulturellen Rettungsschirm“ in Bayern auf 200 Millionen aufgestockt. Soforthilfe sollen ab sofort auch freiberufliche Journalisten, Techniker oder Kameraleute beantragen können, die nicht Mitglied in der Künstlersozialkasse sind.

Das Bundeslandwirtschaftsministerium hat eine eigene Hotline für Landwirte freigeschaltet. Sie ist täglich von 9-00 bis 21.00 Uhr telefonisch unter 030- 311 60 61 -50 erreichbar.
Mails können an die Berater unter info-lw@bmel.bund.de geschickt werden.

Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft stuft die Lebensmittelproduzierenden Betrieb als systemrelevant ein. Derzeit wird auch an speziellen Hilfsprogrammen für betroffene landwirtshcfatliche Betriebe gerabeitet. Dazu zählt zum Beispiel auch, dass Saisonarbeiter aus dem Ausland grundsätzlich und nach Bedarf einreisen dürfen. Eine Registrierung ist über den Bauernverband auch für Nicht-Mitglieder  online möglich.
Freiwillige können sich über https://www.daslandhilft.de/ oder https://www.saisonarbeit-in-deutschland.de/ als Erntehelfermelden.

Der Bund stellt aus den Mitteln für kleine Unternehmen und Selbständige auch Soforthilfen für landwirtchaftliche Betriebe mit bis zu zehn Beschäftigten zur Verfügung. Maximal werden 15.000 € ausbezahlt. Eine Kombination mit anderen Förderprogrammen ist möglich.  Ein entsprechender Antrag kann nur online über das jeweils zuständige Regierungspräsidium oder die Landeshauptstadt München gestelltl werden. Eine zentrale Zugangseite hat das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft eingerichtet.

Soforthilfe ist dazu gedacht, einen akuten Geldmangel kurzfristig zu beheben, der kleine Unternehmen oder Selbständige andernfalls in Existenznöte bringen würde, zum Beispiel weil die rechtzeitige Bezahlung von Mieten oder Leasingraten gefährdet sind. Kernbegriff ist der sogenannte Liquiditätsengpass, der vorliegt, wenn die Einnahmen coronabedingt nicht ausreichen, um die laufenden Ausgaben zu decken. Ein Erklärvideo finden Sie auf den Seiten des Verbandes der bayerischen Wirtschaft vbw
Dieser Liquiditätsengpass darf frühestens am 11. März 2020 aufgetreten sein. Im Gegensatz zu früheren Informationen werden private Mittel nicht mehr angerechnet. Allerdings können die Gelder auch nicht für die private Vorosorge, also zum Kauf von Lebensmitteln oder zur Zahlung der privaten Lebenshaltungskosten herangezogen werden. Um den Lebensunterhalt zu sichern, wurden für Freiberufler, Solo-Selbständige und Kleinunternehmen der Zugang zu Leistungen nach dem Sozialgesetzbuch II insbesondere dem Arbeitslosengeld II (Harz IV) erleichtert.

Der Tourismus ist der am stärksten von der Coronakrise betroffene Wirtschaftszweig. Damit stehen auch im Landkreis Garmisch-Partenkirchen zahlreiche Betriebe vor existenziellen Herausforderungen. Ministerpräsident Söder hat eine mögliche Öffnung für Anfang bis Mitte Juni in Aussicht gestellt, also mit den Pfingstferien. In Österreich öffnen Restaurants wieder am 15. Mai. Nach bisher inoffizielen Berichten planen Nordrhein-Wesfalen, Baden-Württemberg und Niedersachsen eine schrittweise Öffnung von Gaststätten und Übernachtungsbetrieben ab dem 7. Mai. In der letzten Stufe würden dann auch Schwimmbäder und Kinos wieder öffnen. Dies soll für den 25. Mai geplant sein.

Allerdings wird noch mit einer anhaltenden Störung des Tourimus in den nächsten Monaten gerechnet. Zudem sind zugkräftige Veranstaltungen wie die Passion in Oberammergau, die BMW-Motorradtage oder auch das Münchener Oktoberfest bereits abgesagt.

Für das Gastgewerbe gibt es zahlreiche Hilfsangebote. Betriebe können Kurzarbeitergeld beantragen. Die Regelungen zum Kurzarbeitergeld wurden vereinfacht und gelten zunächst bis Ende de Jahres. Die Gelder können bei der Bundesagentur für Arbeit beantragt werden. Vorteile für den Betriebsinhaber: Die Arbeitsagentur übernimmt die Sozialversicherungsbeiträge vollständig. Die Gehälter werden auf 60% bzw. 67% reduziert, ab dem 4. Monat auf 70% bzw. 77%. Weitere Informationen zum Kurzarbeitergeld  finden Sie u.a. auf der Seite des Bayerischen Hotel- und Gaststättenverbandes.

Es ist bisher nicht geklärt, ob Miete und Pacht für einen Betrieb während der Schließungsphase gekürzt oder ausgesetzt werden können. Der Hotel- und Gaststättenverband empfiehlt eine einvernehmliche Regelung mit dem Eigentümer einer Immobilie. Ist diese nicht möglich, sollten Mieter/Pächter den Vorbehalt der Rückforderung beim Eigentümer geltend machen, um möglicherweise später Rückzahlungen erhalten zu können.

Um während der Krise die Einnahmesituation zu verbessern, haben viele Betriebe auf Lieferservice bzw- Take Away umgestellt. Mit der Initiative „Lokalhelden“ unterstützen der Bayerische Rundfunk, das Bayerische Wirtschaftsministerium und der Hotel- und Gaststättenverband die Betriebe. Auf einer interaktiven Karte für ganz Bayern kann man sich mit seinem Betrieb registrieren um Kunden auf das neue Angebot aufmerksam zu machen.

Einige Hotels bieten ihre Zimmer Interimsweise als Homeoffice an, d.h. die Zimmer können als Büro mit WLAN, Telefon und Fax genutzt werden. Die Unterbringung von reisenden Arbeitskräften wie z.B. Monteuren in Beherbergungsbetrieben ist zulässig.

Betrieben aus dem Tourismusgewerbe stehen die Finanzhilfen des Bundes und der Länder von der Soforthilfe bis zu längerfristigen Krediten offen. Informationen finden Sie auf den einschlägigen Seiten der Wirtschaftsministerien sowie von KfW und LfA. (Sie auch oben „Ich brauche finanzielle Hilfe, wohin kann ich mich wenden?“

 

 

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