Informationen über COVID-19 und das neuartige Coronavirus SARS-CoV-2

Corona – kurze Info zum Virus und zur Pandemie

Das Coronavirus mit dem wissenschaftlichen Namen SARS-CoV-2 ist eine neuartige Variante des SARS-Virus, das erstmals 2002/2003 in Asien eine Epidemie auslöste. Im Herbst 2019 wurde der neue Erreger erstmals identifiziert. Er ist sehr leicht übertragbar und löst bei Menschen die Krankheit COVID-19 aus. Sie verläuft bei etwa 80 % der Infektionen leicht mit geringen oder keinen Symptomen, in etwa 14 % aller Fälle mit schwereren, grippeähnlichen Symptomen wie trockenem Husten und Fieber. Etwa 5 % der Betroffenen entwickeln ein lebensbedrohliches Krankheitsbild beginnend mit einer Lungenentzündung, schwerer Atemnot, einer bakteriellen Superinfektion und in der Folge einem septischen Schock bis hin zum Organversagen. Nach Angaben des RKI verläuft die Krankheit bei etwa 0,2 % der Infizierten tödlich.

Typische Symptome von COVID-19, Grippe und Erkältungskrankheiten im Vergleich
SymptomeCOVID-19GrippeErkältung
Fieberhäufig häufig selten
Müdigkeitmanchmalhäufigmanchmal
Hustenhäufig häufig selten
Niesennieniehäufig
Gliederschmerzenmanchmalhäufighäufig
Schnupfenseltenmanchmalhäufig
Halsschmerzenmanchmalmanchmalhäufig
Kopfwehmanchmalhäufigselten
Kurzatmigkeitmanchmalnienie

COVID-19 macht sich also besonders durch einen trockenen Husten und Fieber bemerkbar.  Die Ansteckung erfolgt vorrangig über eine Tröpfcheninfektion. Die Zeit bis zum Ausbruch der Krankheit nach der Infektion liegt in der Regel zwischen 4 und 9 Tagen, kann aber bis zu 14 Tagen betragen. Bei einem leichten Verlauf halten die Beschwerden ein paar Tage an. Schwere Verläufe dauern 4 bis 6 Wochen.  Vor allen älteren Menschen und Menschen mit einer Vorerkrankung (Diabetes, Bluthochdruck, Atemwegserkrankungen, Immunerkrankung oder Immuntherapie) sind von einem schweren Verlauf besonders bedroht. Ziel ist es, diese Risikogruppen in besonderem Maße vor einer Ansteckung zu schützen.

Mittlerweile sind weltweit etwa 5. Millionen Menschen positiv auf eine Infektion mit dem Coronavirus getestet worden. Noch immer breitet es sich in einigen Regionen schnell aus, während es sich in anderen auf dem Rückzug befindet.  Die Dunkelziffer wird sehr hoch geschätzt, das heißt etwa 2 bis 10 Mal mehr Menschen sind tatsächlich zu diesem Zeitpunkt bereits betroffen

Ähnlich wie bei einer Grippe müssen Patienten mit einem schweren Krankheitsverlauf intensivmedizinisch versorgt werden. Dies stellt das Gesundheitssystem aller Länder vor große Herausforderungen, da bei einer großen Anzahl an gleichzeitig Infizierten nicht ausreichend Behandlungsplätze zur Verfügung stehen. Deutschland steht hier im internationalen Vergleich noch am Besten dar. An Medikamenten und einem Impfstoff wird mit Hochdruck gearbeitet. Erste Tests laufen bereits, sodass Experten mit verfügbaren Medikamenten in den nächsten Monaten rechnen.

Wichtiger Hinweis: Das SARS-CoV-2 Virus ist eine neuartige Mutation. Obwohl an ihm  Wissenschaftler auf der ganzen Welt forschen, sind längst nicht alle Eigenheiten des Virus bekannt. Auch über die möglichen Ansteckungswege, die Übertragbarkeit, den genauen Krankheitsverlauf, die epidemiologische Entwicklung oder Sterblichkeit ist längst nicht alles bekannt. Deshalb wird sehr viel spekuliert. Dazu gehört etwa die Meinung, dass die Einnahme von Ibuprofen die Ausbreitung des Virus fördert. Den Hinweis darauf gibt jedoch nur eine experimentelle Studie aus China. Kurze Zeit wurde verbreitet, das neue Virus verursacht ebenso wie das SARS-Virus häufig Durchfall. Das heißt: Gerüchte um das neuartige Coronavirus verbreiten sich genauso schnell wie das Virus selbst. Und fördern so vor allem Angst und Panik. Verlässliche Informationen sind manchmal schwierig zu erkennen und oft ergibt sich ein klareres Bild nur bei einem überblick über viele, auch internationale  Informationsangebote. Hier die Links zu den Informationsquellen, die wir bevorzugt neben Presse und Studien auswerten.

Wichtige Links:
Robert-Koch-Instituthttps://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/nCoV.htmlOberste deutsche Fachbehörde, Seite informiert über aktuelle Fallzahlen in Deutschland und weltweit. Bietet Hintergründe, Behandlung, Hygiene, FAQs etc. wird täglich aktualisiert.
Weltgesundheitsorganisation (WHO)https://www.who.int/ Bietet mehrere Seiten mit umfangreichen Informationen für Fachpublikum und Laien. Nur in Englisch
John Hopkins Universitäthttps://coronavirus.jhu.edu/map.html Grafisch aufbereitete und interaktive Weltkarte mit dem Stand der Infektionen nach Ländern, der Zahl der Geheilten und der verstorbenen Patienten. Wird häufig als Quelle für die Entwicklung der Fallzahlen genannt.
Bay. Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheithttps://www.lgl.bayern.de/Informationen über die Zahl der Infizierten in den jeweiligen Landkreisen. Informationen für Fachpersonal zum Beispiel über die Persönliche Schutzausrüstung, FAQs, etc.
European Centre for Disease Prenvention and Control (ECDC) / Europäische Gesundheitsbehöredehttps://www.ecdc.europa.eu/en/covid-19-pandemicEigene Aufbereitung von Infektionszahlen, Vergleich zwischen europäischen Ländern. Empfehlungen und Forschungsergebnisse

Der landesweite Katastrophenfall

Am 12. März 2020 hat das Bayerische Rote Kreuz den sogenannten Krisenfall erklärt. Seitdem werden in allen Kreisverbänden Krisenstäbe eingerichtet. In der Landesgeschäftsstelle wurde unter der Führung von Landesgeschäftsführer Leonhard Stärk ein Krisenstab für das gesamte Bayerische Rote Kreuz eingerichtet. 

Am 16. März erklärte Ministerpräsident Markus Söder den Katastrophenfall für ganz Bayern. In der Folge wurden mehrere Krisenstäbe eingerichtet, die nun vom Ministerpräsidenten koordiniert werden. Es gibt derzeit parallel Strukturen im Innenministerium und im Gesundheitsministerium. Auf Landkreisebene werden derzeit Führungsstäbe aufgebaut (FüGK), viele Maßnahmen vor Ort werden jedoch über das Gesundheitsamt koordiniert.  

Das Rote Kreuz übernimmt als Hilfsorganisation der Behörden in allen Landkreisen und kreisfreien Städten zunehmend Aufgaben zur medizinischen Betreuung von Patienten und  Versorgung der Bevölkerung mit Grundnahrungsmitteln und Medikamenten. Eine große Herausforderung dabei stellt der Eigenschutz dar. Da wir von einer längeren Periode mit steigenden Infektionszahlen und mehr Patienten mit schweren Krankheitsverläufen ausgehen, ist es dringend erforderlich, dass unsere Kräfte solange wie möglich in den Einsatz gehen können. Bereits jetzt sind auch Kolleginnen und Kollegen des BRK aus Haupt- und Ehrenamt von COVID-19 betroffen oder stehen unter Quarantäne und sind damit nicht oder  nur eingeschränkt einsatzfähig.  

Der richtige Umgang mit der persönlichen Schutzausrüstung sowie deren Verwendung ist deshalb unbedingt einzuhalten. Bekannt ist, dass es in vielen Regionen zu Materialknappheit bei Schutzausrüstung wie Atemmasken, Overalls Kat III und Schutzbrillen aber auch  Desinfektionsmitteln kommt und künftig kommen kann. Deshalb: Schützt Euch, aber geht mit der vorhanden PSA sparsam um. Bayernweit hat das BRK Materialknappheit gemeldet, viele Artikel befinden sich aktuell im Zulauf. Allerdings kann nicht immer sicher beurteilt werden, ob die Lieferungen auch tatsächlich ankommen.  

Allgemeinverfügung der Staatsregierung 

Die Bayerische Staatsregierung hat am 16.3. eine Allgemeinverfügung erlassen, die für die Bürgerinnen und Bürger weitgehende Einschränkungen bedeutet.  Hier der Link zur Allgemeinverfügung und Änderung der Allgemeinverfügung .
Diese wurde zwischenzeitlich mehrfach geändert. Mittlerweile ist die 4. Infektionsschutzmaßnahmenverordnung (4. BaylfSMV) maßgeblich, die am 5. Mai 2020 herausgegeben wurde. Danach gibt es zahlreiche Erleichterungen gegenüber der anfänglichen Ausgangsbeschränkungen. Stattdessen gibt es nunmehr sogenannte Kontaktbeschränkungen, grundsätzlich darf man die eigenen vier Wände auch ohne triftigen Grund wieder verlassen. Es gibt zahlreiche Ausführungsbestimmungen die wir auf der Seite Öffentliches Leben ständig aktualisiert bekannt geben.

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