Maskenpflicht ab dem 27. April 2020

Hier findet Ihr alle Infos rund um Masken, sogenannte Community-Masken, ihre Schutzwirkung und die Maskenpflicht. Was sie bedeutet und wie ihr am Besten an eine Maske kommt.

„Mein Rat: Besorgen Sie sich einfache Schutzmasken oder basteln Sie sich selbst welche und tragen Sie diese im öffentlichen Raum“
Klaus Reinhardt
Präsident der Bundesärztekammer

Über das Tragen von Schutzmasken wurde in den letzten Wochen viel diskutiert. Mittlerweile sind sich die Experten aller Lager einig, dass auch einfache Masken sinnvollen Beitrag zum Schutz der Bevölkerung und zu Eindämmung des Coronavirus beitragen können. Wichtig: Mit einer einfachen Maske schützen Sie in erster Linie nicht sich selbst, sondern andere. Eine Infektion mit dem Coronavirus kann über Tage bis hin zu 2 Wochen unentdeckt bleiben, weil Sie keine Symptome an sich feststellen. Trotzdem vermehrt sich das Virus und kann an die Umgebung abgegeben werden. Studien haben jedoch gezeigt, dass Masken aus Stoff oder ein Schal gerade das verhinder können. Also: Maske auf und wir alle können schneller wieder raus. Wer eine Maske trägt schützt andere. Wenn alle Masken tragen, schützen wir uns gegenseitig!

Hinweis: Auch mit einer Schutzmaske halten Sie unbedingt den Abstand von mindestens 1,5m ein. Beachten Sie alle anderen Hygieneempfehlungen wie häufiges Händewaschen.

Die Masken des Roten Kreuzes werden von über 50 freiwilligen Näherinnen in Heimarbeit genäht. Anschließend werden Sie von Mitarbeiterinnen des BRK-Kleiderladens ausgekocht und verpackt. In jeder Tüte finden Sie drei Masken aus 100% kochfestem Baumwollstoff. Allerdings ändern sich die Muster und Farben, weil das BRK derzeit nur verschiedene Stoff bekommt. Alle Stoffe werden jedoch vorab auf Ihre Eignung geprüft.

Mit den drei Stoffmasken ist sicher gestellt, dass sie immer eine Maske tragen können und eine verschmutzte oder getragene Maske auskochen und damit desinfizieren können. Tragen Sie die Maske in der Öffentlichkeit.

Wichtig: Die Masken sind nicht zertifiziert. Das Rote Kreuz kann deshalb keine Gewährleistung für die Masken übernehmen. Weitere Infos finden Sie auf der Gebrauchsanweisung.

Hinweis: Auch mit einer Schutzmaske halten Sie unbedingt den Abstand von mindestens 1,5m ein. Beachten Sie alle anderen Hygieneempfehlungen wie häufiges Händewaschen.

Ja – und mit etwas Geschick wird sie sogar richtig cool. Anregungen finden Sie zum Beispiel auf der Internetseite maskeauf.de , auf der Prominente wie Lena oder Eckart von Hirschhausen drum werben, jetzt Maske zu tragen. Auf der Seite finden Sie auch Näh- und Bastelanleitungen für die DIY-Maske.

Hier finden Sie die  Nähanleitung mit der unsere Freiwilligen arbeiten.

Übrigens: Masken, die andere schützen lassen sich sogar aus Zeitungspapier oder Staubsaugerbeuteln herstellen.

Hinweis: Auch mit einer Schutzmaske halten Sie unbedingt den Abstand von mindestens 1,5m ein. Beachten Sie alle anderen Hygieneempfehlungen wie häufiges Händewaschen.

Wirkungsvolle Schutzmasken, die das Corona-Virus nicht oder kaum durchlassen, müssen den Anforderungen an die Schutzklasse FFP2 oder FFP3 genügen. Diese Masken sind derzeit  über den Handel nicht (Apotheken, Online, Baumärkte) oder nur in Ausnahmefällen zu bekommen. Gerade beim Online-Kauf sollten Sie aufpassen keinem Betrüger aufzusitzen, der entweder keine Maske schickt oder Masken ohne Zertifizierung. Auch Masken mit chinesischer Zertifizierung finden sich zu Hauf. Allerdings streiten sich Experten hier um die Schutzwirkung. Deshalb hier ein Link zum zuständigen Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) mit Informationen zum Thema Schutzmasken. Wenn Sie zu einer Risikogruppe gehören und keinen ausreichenden Schutz haben sollten Sie Kontakt zu anderen so weit wie möglich meiden. Kontaktpersonen sollten eine Maske tragen, um das Infektionsrisiko für sie zu verringern.

Masken, die durchfeuchtet oder verschmutzt sind sollten nicht länger getragen werden. Eine Reinigung kann bereits nach wenigen Minuten oder Stunden notwednig sein. Wie, das hängt vom Material und der Maske ab. Selbstgenähte Masken aus Baumwolle oder Mischgewebe können gewaschen werden. Als Empfehlung gilt. Mindestens 30 min bei 60 Grad oder 5 min bei 90 Grad. Sofern verfügbar geben Sie ein Desinfektionswaschmittel dazu. Danach sollte die Maske wieder verwendbar sein. Allerdings empfehlen Experten, dass eine Maske immer nur vom selben Nutzer getragen werden sollte.

Auch Masken aus Vliessmaterial oder die den Schutzklassen FFP2 oder 3 entsprechen, können im Prinzip wieder aufbereitet werden. Zu normalen Zeiten werden diese Masken jedoch nach einmaligen Gebrauch weggeworfen. Spezialfirmen übernehmen für Kliniken oder Pflegedienste die Aufbereitung. Im Moment geben Experten die Empfehlung, die Masken bis zu 3 Mal 30 Minuten lang auf mindestens 60 Grad zu erhitzen. Das kann auch im Backofen passieren. Allerdings sollten die Masken nicht starkt verschmutzt sein und auch hier gilt: Immer der gleiche Träger. Also am Besten die eigene Maske kennzeichnen. Achten Sie unbedingt auf die Hinweise zu Ihrer Maske, da eine Reinigung oder Aufbereitung stark vom verwendeten Material abhängig ist.

Eine Maske hilft auf keinen Fall, wenn Sie lässig unter dem Kinn baumelt. Sie muss immer möglichst eng über Mund und Nase sitzen und sollte möglichst dicht abschließen. Achten Sie darauf, dass die Maske über das Kin reicht und der Nasenbügel möglichst perfekt anliegt. Sie können ihn meist mit wenigen Handgriffen entsprechend formen. Je enger die Maske sitzt, desto besser schützt sie. Und damit beginnt auch das größte Problem beim Masketragen im Alltag. Denn je nach Stoff ist das Atmen  durch eine Maske nicht einfach. Unter FFP2 und FFP3-Masken kann es sogar richtig schwer werden, weshalb in diese Masken ein Atemventil verbaut wird.

Unter der Maske – auch einfachen Stoffmasken – bildet sich schnell eine feuchte Dunstglocke, die oft als unangenehm empfunden wird und bei Brillenträgern die Gläser beschlagen lässt. Behalten Sie trotzdem die Maske in der Öffentlichkeit auf und „lüften“ Sie. wenn Sie ausreichend Abstand zu anderen Personen einhalten können.

Über das Tragen von Masken sowie die Beschaffenheit der Masken ist ein Expertenstreit entbrannt. Am Ende haben sich Medizin und Politik darauf geeinigt, dass eine Maske besser ist als keine. Wer sich selbst schützen will oder muss, weil er zum Beispiel zu einer Risikogruppe gehört, benötigt eine Schutzmaske, die möglichst den Anforderungen der Schutzklasse FFP2 oder FFP3 entspricht. Masken dieses Typs sind derzeit nicht oder nur sehr begrenzt lieferbar und weitgehend dem medizinischen Fachpesronal vorbehalten. Am 15. April hat die Bundesregierung ein sogenanntes Maskengebot erlassen, d.h. das Tragen von Masken in der Öffentlichkeit (z.B. in Bus und Bahn, beim Einkaufen) wird dringend empfohlen. Verstöße gegen das Maskengebot werden derzeit jedoch nicht geahndet. Als Maske werden auch selbst geschneiderte und genähte Masken z.B. aus Baumwollstoff oder Bettuch empfohlen. Diese sogenannten „Community-Masken“ sorgen auch dafür, dass möglicherweise infizierte Personen, die jedoch keine Symptome haben und deshalb nicht um ihre Erkrankung wissen, keine Viren an die Umgebung abgeben. Etwa beim Husten, Niesen oder Atmen. Diese Masken sind natürlich nicht zertifiziert. Auch die derzeit vom Roten Kreuz im Landkreis hergestellten Masken zählen zu diesen, für die Zivilbevölkerung empfohlenen, sogenannten „Community-Masken.“

Am 20. April 2020 hat die bayerische Staatsregierung eine Maskenpflicht in Bayern  angekündigt. Bereits jetzt gilt das Mundschutzgebot der Bundesregierung. Ab dem 27. April müssen alle Bürgerinnen und Bürger beim Fahren mit Bus und Bahn oder beim Einkaufen eine Maske tragen. Mit welchen Strafen bei einem Verstoß gerechnet werden muss, ist bislang unklar. Allerdings ist davon auszugehen, dass eine Mitnahme in Bussen oder Bahnen vom Personal verweigert wird, wenn der Kunde keinen geeigneten Mund-Nase-Schutz trägt. Gleiches gilt wohl auch fürs Einkaufen. Was freilich als geeignet angesehen wird, ist derzeit noch unklar. Möglicherweise wird dies noch konkretisiert, ansonsten gilt wohl der Grundsatz: Mund und Nase müssen bedeckt sein. Das heißt: Im Prinzip reicht auch ein Schal.

Nach wie vor sind Masken Mangelware und zwar unabhängig davon ob es sich um zertifizierte Schutzmasken handelt oder selbstgenähte Masken, wie sie zum Beispiel auch viele Nähereien anbieten. Wer dringend eine Maske benötigt. sollte sich an den einschlägigen Fachhandel (Apotheken) wenden oder online eine Maske bestellen. Hier auf coronagap.de finden Sie zudem auch Anleitungen zum Selbernähen einer Maske.  Das Rote Kreuz im Landkreis Garmisch-Partenkirchen hat bisher mit ca. 50 ehrenamtlich tätigen Näherinnen über 7.000 Masken hergestellt und kostenlos verteilt. Nach Verkündigung der Maskenpflicht hat das Rote Kreuz diesen Service zunächst eingestellt. Das heißt: Ab dem 20. April werden keine neue Bestellungen mehr angenommen. Das Rote Kreuz wird allerdings alle , bis zu diesem Zeitpunkt vorliegenden Bestellungen ausliefern. Allerdings kann dies noch einige Zeit in Anspruch nehmen.

 

Mit der Ankündigung der Einführung einer Maskenpflicht am Montag, den 20. April 2020 hat sich das Bestellaufkommen beim Roten Kreuz noch einmal deutlich erhöht. Bis Sonntag abend lagen dem BRK 23.000 Bestellungen für kostenlose Masken vor. Allein in den ersten Stunden nach Verkündigung der Maskenpflicht gingen Bestellungen für weitere 1.200 Masken ein. Diesen Bedarf kann das Rote Kreuz nicht mit ehrenamtlichen Helfern decken. Bisher wurden etwa 7.000 Masken fertig gestellt und verteilt. In der Woche kann das Rote Kreuz zusammen mit den vielen  ehrenamtlichen Näherinnen etwa 3.000 weitere Masken produzieren. Schon jetzt aber müssen viele Besteller lange warten.

Gleichzeitig wird nun das kommerzielle Angebot deutlich steigen, sodass auch wieder mehr Masken verfügbar sein werden. Dazu Klemens Reindl, Kreisgeschäftsführer des Roten Kreuzes im Landkreis: „Wir haben in der Not gerne geholfen und viele Tausend Masken produziert. Mit der Einführung einer Maskenpflicht ist nun  die Zeit gekommen, dass kurzfristig viele Masken verfügbar sein müssen. Das ist mit Ehrenamtlichen nicht zu leisten. Deshalb unterstützen wir nun alle Bestrebungen, die helfen schnell und günstig Masken für die breite Bevölkerung herzustellen.“ 

Das Rote Kreuz wird alle bis zum 20. April, 20.00 Uhr vorliegenden Bestellungen in den nächsten Wochen ausliefern und bittet alle um entsprechende Geduld. Fragen zu den Bestellungen und zur Maskenpflicht  beantwortet die Rotkreuz-Hotline unter der Telefonnummer 08821-94321-224 werktags zwischen 9.00 und 12.00 Uhr. Fragen können Sie per Mail auch an die Adresse maske@brk-gap.de schicken.

Ja. Allerdings können wir im Moment nicht sagen, wann jeder Haushalt sein Päckchen in der Hand halten wird. Wir bemühen uns so schnell wie möglich möglichst viele Masken herzustellen, zu verpacken und auszuliefern. Die Wartezeit kann auch zwei Wochen, in Einzelfällen auch länger betragen. Wir bitten alle Besteller um Verständnis und empfehlen nach Möglichkeit auch andere Quellen und Angebote  wie zum Beispiel den Fachhandel oder seriöse Online-Händler zu nutzen. In den nächsten Tagen werden wir hier eine Liste mit Unternehmen veröffentlichen, die im Landkreis Masken herstellen und vertreiben.

Unsere Maskenwerkstatt

Damit Sie einen Einblick in unsere Arbeit haben. Drei Helfer sind allein damit beschäftigt die Materialien zu besorgen, die wir benötigen. Zum Beispiel kochfesten Baumwollstoff, Schrägbänder Gummiband oder Draht zur Aussteifung des Nasenteils. Viele Materialien sind nicht lieferbar, sodaß wir immer wieder neue Lösungen finden müssen. So unterstützt uns zum Beispiel die Fa. Zarges in der Woche mit 1.000 Nasenbügeln aus Aluminium. Geschenkt. Bisher haben wir über 2 km Klingeldraht in die Masken eingenäht, insgesamt wurden bereits  ca. 3000 Quadratmeter Stoff verarbeitet. Derzeit produzieren 83 Näherinnen und ein Näher Masken in Heimarbeit. In der Woche stellen Sie etwa 3.000 Masken fertig. Drei Mal in der Woche fahren wir neues Material aus und sammeln fertige Masken ein . Alle Stoff- Masken werden anschließend 5 min lang ausgekocht und anschließend von Helferinnen getrocknet (auf einer Wäscheleine) und in Tüten mit Sicherheitsverschluß verpackt. Mittlerweile produzieren wir auch Masken aus Vlies der Sicherheitsklasse FFP2. Allerdings erfüllen die Masken nicht die Anforderungen an sogenannte filtrierende Schutzmasken dieser Sicherheitsklasse.  Helfer des Roten Kreuzes verteilen die Masken ausschließlich an Haushalte im Landkreis. Am  Mittwoch, den 6. Mai haben wir die letzten von 19.791 bestellten Masken an Bürgerinnen und Bürger verteilt. Etwa 4000 weitere Masken haben wir für Gemeinden, Kliniken und Einrichtungen in Zusammenarbeit mit Betrieben im Landkreis produziert.

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Fertige Masken
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Ausgelieferte Masken
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Bisher bestellte Masken
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