Positive Corona-Fälle in den Gemeinden des Landkreises. (Stand: 22.11.2020)

Die Tabelle mit den Fällen in den einzelnn Gemeinden wird nicht täglich aktualisiert. Sie soll lediglich einen infprmatorischen Überblick über die lokale Entwicklung des Coronageschehens geben. Die Zahlen stammen vom Landratsamt Garmisch-Partenkirchen.

Gemeinde
Fälle
Bad Bayersoien
3
Bad Kohlgrub
0
Eschenlohe
3
Ettal
0
Farchant
11
Garmisch-Partenkirchen
131
Grainau
21
Großweil
8
Krün
6
Mittenwald
20
Murnau
75
Oberammergau
16
Oberau
1
Ohlstadt
9
Riegsee
8
Saulgrub
3
Schwaigen
1
Seehausen
15
Spatzenhausen
2
Uffing
15
Unterammergau
6
Wallgau
0

Regelungen für den Reiseverkehr

Am 9. November trat in Bayern die Einreise-Quarantäneverordnung in Kraft. Sie regelt für Rückkehrer aus Risikogebieten bzw. Pendler nach Deutschland die Quarantäne. Danach gilt bis zum 30.11.:

  • Rückkehrer aus Zielgebieten, die vom RKI als Risikogebiete eingestuft wurden müssen sich für 10 Tage in Isolation begeben. Die Ausnahme für Tagesausflügler wurde mit den Beschlüssen der Bundesregierung und der Länderchefs am 25.11. abgeschafft. Sie gelten nur noch für Personen, die sich nachweislich aus beruflichen Gründen kürzer als 24 Stunden in einem Risikogebiet aufgehalten haben.
  • Rückkehrer müssen Ihren Aufenthalt in einem Risikogebiet der zuständigen Gesundheitsbehörde durch Meldung in einem elektronischen Register bekannt geben. Ist eine elektronische Anmeldung nicht möglich, müssen die Betroffenen ein Ersatzformular ausfüllen.
  • Die Regelung gilt nicht für Einreisende, die nur durch Bayern reisen, sich nur für bis zu 24 Stunden im Bundesgebiet aufhalten oder das Land spätestens nach 72 Stunden verlassen und einen Verwandten 1. Grades besuchen, einen nicht im gleichen Hausstand lebenden Ehegatten oder Lebensgefährten oder ein Kind, für das geteiltes Sorge- bzw. Umgangsrecht besteht. Für Mitarbeiter im Gesundheitswesen oder Pflegeberufen, denen die Notwenigkeit des Aufenthaltes im Bundesgebiet vom Arbeitgeber bescheinigt wird. Ausgenommen von der Regelung sind weiterhin sogenannte Grenzpendler, die in einem Risikogebiet studieren oder arbeiten und in Bayern ihren Wohnsitz haben oder in einem Risikogebiet ihren Wohnsitz haben und in Bayern arbeiten bzw. studieren. Grenzpendler sind seit dem Urteil des Bay. Verwaltungsgerichtshof vom 24.11. nicht mehr verpflichtet sich einmal in der Woche auf eine Infektion mit dem Coronavirus testen zu lassen.
  • Die Quarantäne kann verkürzt werden, wenn ein negativer Coronatest vorgelegt wird. Der Test ist frühestens 5 Tage nach der Einreise möglich.

Die Einreisequarantäneverordnung sieht weitere Befreiungen von der Quarantänepflicht für einen eng definierten Personenkreis vor, z.B. Diplomaten, Polizeibeamte die im Ausland dienstlich unterwegs waren oder Angehörige von NATO-Truppem sowie Arbeitnehmer, die sich in Isolation am Arbeitsort begeben. Die Einzelfallregelungen sollten Sie in der Verordnung nachlesen.

 

Informationen über COVID-19 und das neuartige Coronavirus SARS-CoV-2

Corona – kurze Info zum Virus und zur Pandemie

Das Coronavirus mit dem wissenschaftlichen Namen SARS-CoV-2 ist eine neuartige Variante des SARS-Virus, das erstmals 2002/2003 in Asien eine Epidemie auslöste. Im Herbst 2019 wurde der neue Erreger erstmals identifiziert. Er ist sehr leicht übertragbar und löst bei Menschen die Krankheit COVID-19 aus. Sie verläuft bei etwa 80 % der Infektionen leicht mit geringen oder keinen Symptomen, in etwa 14 % aller Fälle mit schwereren, grippeähnlichen Symptomen wie trockenem Husten und Fieber. Etwa 5 % der Betroffenen entwickeln ein lebensbedrohliches Krankheitsbild beginnend mit einer Lungenentzündung, schwerer Atemnot, einer bakteriellen Superinfektion und in der Folge einem septischen Schock bis hin zum Organversagen. Nach Angaben des RKI verläuft die Krankheit bei etwa 0,2 % der Infizierten tödlich.

Typische Symptome von COVID-19, Grippe und Erkältungskrankheiten im Vergleich
SymptomeCOVID-19GrippeErkältung
Fieberhäufig häufig selten
Müdigkeitmanchmalhäufigmanchmal
Hustenhäufig häufig selten
Niesennieniehäufig
Gliederschmerzenmanchmalhäufighäufig
Schnupfenseltenmanchmalhäufig
Halsschmerzenmanchmalmanchmalhäufig
Kopfwehmanchmalhäufigselten
Kurzatmigkeitmanchmalnienie


COVID-19 macht sich also besonders durch einen trockenen Husten und Fieber bemerkbar.  Die Ansteckung erfolgt vorrangig über eine Tröpfcheninfektion. Die Zeit bis zum Ausbruch der Krankheit nach der Infektion liegt in der Regel zwischen 4 und 9 Tagen, kann aber bis zu 14 Tagen betragen. Bei einem leichten Verlauf halten die Beschwerden ein paar Tage an. Schwere Verläufe dauern 4 bis 6 Wochen.  Vor allen ältere Menschen und Menschen mit einer Vorerkrankung (Diabetes, Bluthochdruck, Atemwegserkrankungen, Immunerkrankung oder Immuntherapie) sind von einem schweren Verlauf besonders bedroht. Ziel ist es, diese Risikogruppen in besonderem Maße vor einer Ansteckung zu schützen.

Mittlerweile sind weltweit knapp 44  Millionen Menschen positiv auf eine Infektion mit dem Coronavirus getestet worden. Noch immer breitet es sich in einigen Regionen schnell aus, während es sich in anderen auf dem Rückzug befindet.  Die Dunkelziffer wird sehr hoch geschätzt, das heißt etwa 2 bis 10 Mal mehr Menschen sind tatsächlich bereits betroffen. Die Zahl der bisher an COVID-19 verstorbenen Patientinnen und Patienten wird von der John-Hopkins-Universität mit knapp 1.2 Mio angegeben.

Ähnlich wie bei einer Grippe müssen Patienten mit einem schweren Krankheitsverlauf intensivmedizinisch versorgt werden. Dies stellt das Gesundheitssystem aller Länder vor große Herausforderungen, da bei einer großen Anzahl an gleichzeitig Infizierten nicht ausreichend Behandlungsplätze zur Verfügung stehen. Deutschland steht hier im internationalen Vergleich noch am Besten dar. An Medikamenten und einem Impfstoff wird mit Hochdruck gearbeitet. Erste Tests laufen bereits, sodass Experten mit verfügbaren Medikamenten in den nächsten Monaten rechnen.

Wichtiger Hinweis: Das SARS-CoV-2 Virus ist eine neuartige Mutation. Obwohl an ihm  Wissenschaftler auf der ganzen Welt forschen, sind längst nicht alle Eigenheiten des Virus bekannt. Auch über die möglichen Ansteckungswege, die Übertragbarkeit, den genauen Krankheitsverlauf, die epidemiologische Entwicklung oder Sterblichkeit ist längst nicht alles bekannt. Deshalb wird sehr viel spekuliert. Dazu gehört etwa die Meinung, dass die Einnahme von Ibuprofen die Ausbreitung des Virus fördert. Den Hinweis darauf gibt jedoch nur eine experimentelle Studie aus China. Kurze Zeit wurde verbreitet, das neue Virus verursacht ebenso wie das SARS-Virus häufig Durchfall. Das heißt: Gerüchte um das neuartige Coronavirus verbreiten sich genauso schnell wie das Virus selbst. Und fördern so vor allem Angst und Panik. Verlässliche Informationen sind manchmal schwierig zu erkennen und oft ergibt sich ein klareres Bild nur bei einem üÜberblick über viele, auch internationale  Informationsangebote. Hier die Links zu den Informationsquellen, die wir bevorzugt neben Presse und Studien auswerten.

Wichtige Links:
Robert-Koch-Instituthttps://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/nCoV.htmlOberste deutsche Fachbehörde. Die Seite informiert über aktuelle Fallzahlen in Deutschland und weltweit. Bietet Hintergründe, Behandlung, Hygiene, FAQs etc. wird täglich aktualisiert.
Weltgesundheitsorganisation (WHO)https://www.who.int/ Bietet mehrere Seiten mit umfangreichen Informationen für Fachpublikum und Laien. Nur in englischer Sprache.
John Hopkins Universitäthttps://coronavirus.jhu.edu/map.html Grafisch aufbereitete und interaktive Weltkarte mit dem Stand der Infektionen nach Ländern, der Zahl der geheilten und der verstorbenen Patienten. Wird häufig als Quelle für die Entwicklung der Fallzahlen genannt.
Bayerisches Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL)https://www.lgl.bayern.de/Informationen über die Zahl der Infizierten in den jeweiligen Landkreisen. Informationen für Fachpersonal zum Beispiel über die Persönliche Schutzausrüstung, FAQs, etc.
European Centre for Disease Prenvention and Control (ECDC) / Europäische Gesundheitsbehöredehttps://www.ecdc.europa.eu/en/covid-19-pandemicEigene Aufbereitung von Infektionszahlen, Vergleich zwischen europäischen Ländern. Empfehlungen und Forschungsergebnisse
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