Die aktuelle Lage im Landkreis

Auf dieser Seite möchten wir Sie mit aktuellen Informationen über die allgemeine Entwicklung im Landkreis versorgen. Wir informieren Sie über geplante Maßnahmen der Behörden und eventuelle Hinweise, wie zum Beispiel Änderungen der Allgemeinverfügung. Der Lagebericht wird täglich neu erstellt.
Bei der Erstellung des Lageberichtes stützen wir uns auf alle uns zugänglichen Informationsquellen. Er ist jedoch kein offizieller Lagebericht der Behörden. 

Lage am 25. Januar
um 20.00 Uhr

Nach wie vor liegt die 7-Tages-Inzidenz auch im Landkreis Garmisch-Partenkirchen hoch und deutlich über 100. Der Durchschnittswert für die 7-Tages-Inzidenz in Deutschland liegt mit 111 im dunkelroten Bereich. Die Zahl der an COVID-19 erkrankten Personen, die intensivmedizinisch behandelt werden müssen kletterte von Mitte Oktober von 665 auf über 5.700 Patienten Anfang Januar. Sie fällt seitdem langsam aber stetig, derzeit unter 4.700. Der 7-Tage-Reproduktionswert R liegt über 1, schwankt derzeit aber sehr stark. Das Nachbarland Österreich hat einen 3. Lockdown verhängt, der seit dem 26.12.2020 gilt. Seit dem 19.12.2020 gilt für Bundesbürger die nach Österreich reisen eine Quarantänepflicht mit nur wenigen Ausnahmen. Es gilt in Bayern ein touristisches Beherbergungsverbot. Für Reisende aus Krisenregionen gilt seit Sonntag, den 08.11.2020 eine mindestens 5-tägige Quarantänepflicht. Erst dann kann man einen Coronatest machen. Sollte der Test negativ ausfallen, darf man die Quarantäne beenden. Ohne Test ist eine 10-tägige Quarantäne verpflichtend. Zudem müssen sich alle Reiserückkehrer bei der Einreise beim neuen Melderegister des Bundesinnenministeriums unter https://www.einreiseanmeldung.de anmelden. Die Daten werden an das zuständige Gesundheitsamt weitergeleitet. Personen, die aus Hochrisikoländern einreisen oder aus Gebieten mit Coronamtationen, müssen bei der Einreise einen PCR-Test vorlegen, der nicht älter als 48 Stunden sein darf. Zu den betroffenen Ländern zählen Tschechien, die USA, das Vereinigte Königreich von Großbritannien, Nordirland, Spanien,Portugal, Ägypten, Südafrika oder Brasilien. Die Pflicht zur Quarantäne ist davon unberührt. Die Bundespolizei kontrolliert bei der Einreise entsprechend. Berufspendler etwa aus Österreich oder Tschechien mussten in Bayern einen wöchentlich erneuerten Coronatest vorlegen. Diese Regelung hat allerdings der Bayerische Verwaltungsgerichtshof am 24.11.2020 aufgehoben. Am 15.1. hat die Staatregierung eine Allgemeinverfügung erlassen, nach der Grenzpendler sich nun wieder wöchentlich testen lassen müssen.

Lagebeurteilung

Die Infektionszahlen haben sich auf hohem Niveau eingependelt. Bisher ist der erhoffte Rückgang nicht eingetreten, der exponentielle Anstieg der Neuinfektionen konnte jedoch gebrochen werden. Aufgrund der stetig wachsenden Anzahl von älteren MitbürgerInnen, die sich mit dem Coronavirus angesteckt haben, steigt die Zahl der Patienten, die wegen COVID-19 im Krankenhaus oder sogar auf einer Intensivstation behandelt werden müssen. Mittlerweile stoßen viele Klinken in Deutschland und Bayern an ihre Grenzen. Von den 63 im Landkreis gemeldeten Intensivbetten laut www.intensivregister.de sind derzeit 57 belegt. Zur Entlastung der Kliniken im Zuständigkeitsbereich des Zweckverbandes für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung Oberland (TÖL, GAP, WM) wurde in der Fachklinik Lenggries für Personen aus Pflegeinrichtungen, die an COVID-19 erkrankt sind, eine eigene Quarantänestation eröffnet. Die Station wird von der Soldaten der Bundeswehr betreut.
Im Klinikum Garmisch-Partenkirchen wurde am 14.01.2021 ein deutlicher Anstieg von Coronafällen im stationären Bereich gemeldet. Planbare Operationen werden deshalb verschoben, das Klinkum arbeitet mit eingeschränktem Angebot, die Notaufnahme ist jedoch uneingeschränkt besetzt. Wie am 18.1.2021 vom Klinikum bekannt gegeben wurde haben sich zwischenzeitlich über 70 Patienten und Mitarbeiter mit dem Coronavirus infiziert, darunter 34 mit einer bisher unbekannten Variante. Mehr zum Thema Mutationen bei SARS-CoV-2 finden Sie unter unseren medizinischen FAQs.
Bundesweit und auch im Landkreis ist das Infektionsgeschehen eher diffus, d.h. es gibt vor allem zahlreiche voneinander unabhängige Ausbrüche mit jeweils einigen Betroffenen. Einzelne Hotspots führen oft zu schwerwiegende Konsequenzen und stellen in vielen Regionen Personal und Behörden vor große Heraus-forderungen. Die Infektionszahlen in der Risikogruppe der älteren Personen steigt weiter. Diese erkranken häufiger ernsthaft an COVID-19. Es steigt auch die Zahl der Patienten, die im Zusammenhang mit einer Infektion mit dem Coronavirus versterben.
Derzeit können aufgrund der hohen Fallzahlen nicht alle Kontaktpersonen innerhalb eines Tages identifiziert, getestet und gegebenenfalls unter Quarantäne gestellt werden. Personen, die Kontakt zu Infizierten hatten, sollen sich deshalb eigenständig in häusliche Isolation begeben. Seit dem 16.12.2020 gilt die 11. Infektionsschutzmaß-nahmenverordnung. Die Regelungen des harten Lockdowns gelten zunächst bis zum 14.02.2021
Die Regelungen im Detail finden Sie hier auf www.coronagap.de/öffentliches Leben.

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