Die nationale Impfstrategie und das Bayerische Impfkonzept.

Die nationale Impfstrategie wurde Anfang November festgelegt. Nachdem die vorläufige euroapaweite Zulassung des ersten Impfstoffes am 21. Dezember erfolgte, wurde am 27. Dez. mit den ersten Impfungen begonnen. Da der Impfstoff insbesondere in der Anfangsphase knapp ist, können nicht alle Bürgerinnen und Bürger sofort geimpft werden. Deshalb wurde eine sogenannte Priorisierung eingeführt, das heißt es wurde festgelegt welche Bevölkerungskreis vorrangig geimpft werden. Dieser Vorschlag wurde von der Ständigen Impfkommission, dem Ethikrat und der Leopoldina gemeinsam erarbeitet und von Bundesgesundheitsminister Spahn in eine rechtswirksame Verordnung gefasst.
Die Bundesrepublik Deutschland und das Land Bayern teilen sich die Aufgaben bei der nun beginnenden Impfung der Bevökerung gegen das Coronavirus.  So beschafft der Bund zum Beispiel den Impfstoff, während die Länder die Lagerung und Verteilung übernehmen sowie die Beschaffung des benötigten Impfzubehörs. Bayern hat beschlossen in jedem Landkreis und jeder kreisfreien Stadt ein Impfzentrum zu errichten, über das die eigentliche Impfung organisiert wird. Im Landkreis Garmisch-Partenkirchen betreibt das Gesundheitsamt ein Impfzentrum auf dem Parkplatz vor dem Alpspitzbad in Garmisch-Partenkirchen. Ärzte aus dem Landkreis übernehmen die Aufklärung und medizinische Betreuung, das Rote Kreuz die eigentliche Impfung sowie die Betreuung der Besucherinnen und Besucher.

In Bayern wird zunächst  in den 99 Impfzentren und von mobilen Teams geimpft, die jeweils einem Impfzentrum zugeordnet sind. Die mobilen Teams werden vor allem bei Beginn insbesondere in den stationären Einrichtungen wie Senioren- und Pflegeheimen sowie den COVID-19-Stationen in Kliniken eingesetzt. Im Landkreis Garmisch-Partenkirchen beginnnen zunächst 2 mobile Impfteams mit einheimischen Ärzten, Rotkreuz-Helfern und Mitarbeitern des Gesundheitsamtes. Informationen rund um die Corona-Schutzimpfung finden Sie zum Beispiel auf den Seiten des Bayerischen Gesunheitsministerums.

Nebenwirkungen:

Das Paul-Ehrlich.Institut informiert regelmäßig über Meldungen von Nebenwirkungen im Zusammenhang mit den Coronaimpfungen. Hier geht's zum aktuellen Sicherheitsbericht.

Der Ablauf der Impfung

Noch stehen nicht alle Abläufe im Detail fest. Für die Impfzentren gibt es bereits ein standardisiertes Verfahren. Allerdings beginnt der Landkreis Garmisch-Partenkirchen mit mobilen Impfungen in den Senioren- und Pflegeeinrichtungen sowie im Klinikum. Hier übernehmen einen Großteil der organisatorischen Aufgaben im Vorfeld die betreuenden Ärzte der Einrichtung oder Hausärzte. 

In Europa wird zu Beginn ausschließlich der Impfstoff der Firma Biontech/Pfizer verwendet. In einem Zeitfenster von ca. 21 Tagen nach der Erstimpfung werden Sie ein 2. Mal geimpft. Der Ablauf bei der Zweitimpfung ist etwas einfacher und deutlich kürzer.

Terminvereinbarung

Alle Impfzentren in Bayern arbeiten mit derselben Software, über die auch eine zentrale Terminvergabe ermöglicht wird. Anmelden kann man sich online oder telefonisch. Internetseite und Telefonnummern werden noch hier und über die Medien bekannt gegeben.

Anmeldung

Sie erhalten nur Zugang zum Impfzentrum, wenn Sie angemeldet sind. Bitte bringen Sie die Terminbestätigung und Ihr Impfbuch mit sowie weitere Unterlagen, die für die Beurteilung Ihrer Impftauglichkeit wichtig sein können.  Beim Empfang werden Ihre Daten abgeglichen und Sie füllen einen Aufklärungsbogen aus. Im Impfzentrum gilt Maskenpflicht und ein Mindestabstand von 1,5 m (außer beim Impfen selbst).

Aufklärung

Aufklärung

Sie haben die Möglichkeit, sich von einem Arzt in einem individuellen Gespräch über Risiken und Nebenwirkungen des verwendeten Impfstoffes beraten zu lassen. Gleichzeitig beurteilt der Arzt ob Sie am Impftag auch wirklich impftauglich sind. 

Impfung

Impfen

Die eigentliche Impfung findet im Anschluss an das Aufklärungsgespräch statt und wird von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Roten Kreuzes vorgenommen, die entsprechend ausgebildet sind.

Beobachtung

Beobachtung

Nach dem Impfen bleiben Sie für etwa 30 Minuten noch im Impfzentrum. In dieser Zeit überwachen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Ihren Gesundheitszustand und überprüfen, ob Sie möglicherweise auf den Impfstoff reagieren, sodass Risiken auftreten könnten. Danach werden Sie entlassen.

Wer wird wann geimpft?

Alle Personen, die in Deutschland gesetzlich oder privat krankenversichert sind, haben einen Anspruch darauf geimpft zu werden. Auch Personen, die  in einer Pflegeinrichtung leben oder ihren Aufenthaltsort in Deutschland haben, können sich impfen lassen. Solange nicht ausreichend Impfstoff zur Verfügung steht, werden nur Personengruppen mit einem besonderen Bedarf bzw. Risiko, ernsthaft an COVID-19 zu erkranken, geimpft. Bislang wurden drei solcher Gruppen definiert, die nacheinander je nach Verfügbarkeit des Impfstoffes geimpft werden sollen. Bis Mitte Februar wurden alle Personen, die in Senioren- und Pflegeheimen leben geimpft sowie das Personal in den Einrichtungen und medizinisches Personal in den Kliniken. Seit Anfang Februar werden priorisiert Personen der höchsten Priorität geimpft, die 80 Jahre oder älter sind und nicht in Einrichtungen wohnen. Am 10. März 2021 wurde die Corona-Impfverordnung (CoronaIMpfV)  überarbeitet. Neu ist, dass nun der Abstand zwischen Erst- und Zweitimpfung auf die maximal zulässige Dauer ausgedehnt wird.   Damit soll die Anzahl der Erstimpfungen schnell erhöht werden, um eine breitere Teilimmunität zu erreichen.  Zudem kann von der Priorisierung in Hochinzidenzgebieten bzw. hochbelasteten Grenzgebieten künftig abgewichen werden.Erweitert wurde die Gruppe der Personen mit hoher Priorität. Angehörige von Heilberufen mit einem hohen oder erhöhtem Expositionsrisiko stehen nun in der 2. Prioritätsstufe.
Die Impfung ist freiwillig. Es gibt keinen Impfzwang.

Die priorisierten Personengruppen

  • Über 80-Jährige. Diese können mit den ältesten Jahrgängen beginnend zur Impfung zeitversetzt eingeladen werden.
  • Personen, die in stationären Einrichtungen für ältere oder pflegebedürftige Menschen behandelt, betreut oder gepflegt werden oder tätig sind,
  • Pflegekräfte in ambulanten Pflegediensten
  • Beschäftigte in medizinischen Einrichtungen mit einem sehr hohen Expositionsrisiko wie Intensivstationen, Notaufnahmen, Rettungsdienste, als Leistungserbringer der spezialisierten ambulanten Palliativversorgung,  SARS-CoV-2-Impfzentren und in Bereichen mit infektionsrelevanten Tätigkeiten
  • Beschäftigte in medizinischen Einrichtungen, die Menschen behandeln, die ein sehr hohes Risiko haben schwer an COVID-19 zu erkranken, sie betreuen oder pflegen. (v.a. Hämato-Onkologie und  Transplantationsmedizin. 
  • Über 70-Jährige
  • Personen mit Trisomie 21, mit Demenz oder geistiger Behinderung, nach einer Organtransplantation. Personen mit hämatologischen Erkrankungen oder behandlungsbedürftgen Tumorerkrankungen. Personen mit Mukoviszidose, COPD oder einer schweren Lungenerkrankung. Personen die an Diabetes, einer chronischen Leber- oder Nierenerkrankung leiden oder mit Adipositas (BMI > 40)
  • Personen, bei denen nach individueller ärztlicher Beurteilung aufgrund besonderer Umstände im Einzelfall ein sehr hohes oder hohes Risiko für einen schweren oder tödlichen Krankheitsverlauf nach einer Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 besteht
  • Bis zu 2 enge Kontaktpersonen von über 70-Jährigen, die pflegebdürftig sind.
  • Kontaktpersonen von Schwangeren
  • Personen, die in stationären Einrichtungen für geistig behinderte Menschen tätig sind oder im Rahmen ambulanter Pflegedienste regelmäßig geistig behinderte Menschen behandeln, betreuen oder pflegen,
  • Personen, die in Bereichen medizinischer Einrichtungen mit einem hohen oder erhöhten Expositionsrisiko in Bezug auf das Coronavirus SARS-CoV-2 tätig sind, insbesondere Ärzte und sonstiges Personal mit regelmäßigem Patientenkontakt, Personal der Blut- und Plasmaspendedienste und in SARS-CoV-2-Testzentren
  • Polizei- und Ordnungskräfte, die  im Dienst, etwa bei Demonstrationen, einem hohen Infektionsrisiko ausgesetzt sind. Soldatinnen und Soldaten die im Ausland einem hohen Infektionsrisiko ausgesetzt sind.
  • Personen im öffentlichen Gesundheitsdienst und in relevanten Positionen der Krankenhausinfrastruktur
  • Personen, die in Flüchtlings- und Obdachloseneinrichtungen leben oder tätig sind
  • Personen, die im Rahmen der nach Landesrecht anerkannten Angebote zur Unterstützung im Alltag im Sinne des § 45a des Elften Buches Sozialgesetzbuch regelmäßig bei älteren oder pflegebedürftigen Menschen tätig sind. (Demenzhelfer, haushaltsnahe Dienstleistungen)
  • Über 60-Jährige.
  • Personen mit folgenden Krankheiten: Asthma bronchiale, behandlungsfreien Tumorerkrankungen, Personen mit Immunschwäche (HIV, Rheuma, Autoimmunerkrankungen). Personen mit koronaren Herzerkrankungen, entzündlicher Darmerkrankung, Adipositas (BMI > 30) oder die nach individueller ärztlicher Beurteilung ein erhöhtes Risiko für einen schweren oder tödlichen Krankheitsverlauf nach einer Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 haben.
  • Beschäftigte in medizinischen Einrichtungen mit niedrigen Expositionsrisiko (Labore) und ohne Betreuung von Patienten mit Verdacht auf Infektionskrankheiten.
  • Personen in relevanter Position in Regierungen, Verwaltungen und den Verfassungsorganen, in Streitkräften, bei der Polizei, Feuerwehr, Katastrophenschutz und THW, Justiz.
  • Personen in relevanter Position in Unternehmen der kritischen Infrastruktur, im Apotheken und Pharmawirtschaft, öffentliche Versorgung und Entsorgung, Ernährungswirtschaft, Transportwesen, Informationstechnik und Telekommunikation.
  • Erzieher und Lehrer, Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen in  Kinderbetreuungseinrichtungen.
  • Personen, die im Lebensmitteleinzelhandel tätig sind.
  • Personen, mit prekären Arbeits- oder Lebensbedingungen.
Bitte prüfen Sie insbesondere bei einer Priorisierung aufgrund einer mediznischen Indikation, ob Ihre Erkrankung die Voraussetzung erfüllt. Im Impfzentrum wird die Priorisierung anhand geeigneter Unterlagen überprüft.

Übersicht über die derzeit verfügbaren Impfstoffe gegen COVID-19

In Deutschland wurden bislang vier Impfstoffe zugelassen. Die beiden Impfstoffe von BionTech/Pfizer und Moderna basieren auf einem neuen Konzept zur Herstellung von Impfstoffen. Sie verwenden sogenannte Boten-RNA (mRNA) um körpereigene Zellen zur Produktion von Viruspartikeln anzuregen.  Am 29.1. erteilte die europäische Arzneimittelbehörde EMA dem Impfstoff des britisch-schwedischen Herstellers AstraZeneca eine Zulassung. Am 11. März wurde auch der Impfstoff des US-Unternehmens Johnson & Johnson zugelassen.  Beide basieren auf einem etwas anderen, aber ähnlichen Konzept. Auch hier werden körpereigene Zellen zur Bildung von Viruseiweißen angeregt. Der Bauplan wird aber mit Hilfe von anderen Viren in den Körpern geschleust. Diese Virentaxis wurden zuvor so modifiziert, dass sie keine Krankheiten auslösen.  Die Impfstoffe bieten unterschiedliche Vor- und Nachteile. So zeichnen sich die mRNA-Impfstoffe durch eine hohe Wirksamkeit aus, müssen aber bei Tiefsttemperaturen gelagert  und nach der Aufbereitung schnell verimpft werden. Die Vector-Impfstoffe sind dagegen gut verarbeitbar, aber etwas weniger wirksam. Bei allen Impfstoffen kommt es im Moment zu Lieferengpässen, insbesondere beim Impfstoff von AstraZeneca und Johnson & Johnson. Zudem wurde die Verabreichung von AstraZeneca am 15.3. nach der Meldung von Komplikationen auch in Deutschland vorläufig ausgesetzt.

Die neuartigen mRNA-Impfstoffe.

Seit dem 6. Januar 2021 sind in Europa und Deutschland zwei Impfstoffe gegen COVID-19 zugelassen, die auf dem gleichen Wirkungsmechanismus beruhen. Es handelt sich um neuartige Präparate, die erstmals  sogenannte mRNA einsetzen. Die Boten-RNA (mRNA) enthält den genetischen Baupan für Teile des Coronavirus. Nach der Impfung nutzen körpereigene Zellen diese Baupläne um typische Eiweißmoleküle des Virus zu bilden. Auf diese – für den Menschen unschädlichen Viruspartikel – reagiert das menschliche Imunsystem mit der Bildug von Antikörpern. Die Folge: Es entsteht Immunität.  Die im Moment verfügbaren Impfstoffe von Biontech/Pfizer und Moderna setzten mRNA ein. Obwohl dies die ersten beiden Impfstoffe mit mRNA sind, wird an dem Prinzip seit 2 Jahrzehnten geforscht.

Hier der Link zum Faktenblatt des Robert-Koch-Instituts zu den mRNA-Impfstoffen.

Alles Wissenswerte zum Impfstoff Comirnaty (BNT162b2) von Biontech/Pfizer

Bei Comirnaty handelt es sich um einen sehr modernen, sogenannten mRNA-Impfstoff, der in einer Phase III-Studie an 43.500 Probanden getestet wurde. Der Impfstoff regt körpereigene Zellen zum Nachbau eines Oberflächeneiweißes des Virus SARS-CoV-2 an. Darauf reagiert das Immunsystem mit der Bildung von Antikörpern und T-Zellen. Der Impfstoff wird intramuskulär (in der Regel in den Oberarm) injiziert. Die 2. Impfung soll 21 Tage nach der ersten erfolgen. Laut Studien ist Comirnaty sehr wirksam und schützt ca. 95%  Empfänger. Derzeit ist noch unklar, ob geimpfte Personen trotzdem das Virus auch weiterhin übertragen können, obwohl sie selbst nicht erkranken.  Im Zusammenhang mit den ersten Impfungen in den USA und Großbritannien wurde auch über schwere allergische Reaktionen berichtet. Als Ursache dafür wird der Inhaltsstoff Polyethylenglykol (PEG) vermutet. Wenn sich dieser Verdacht bestätigt, dann lassen sich Risikopatienten sehr einfach und zuverlässig vor der Impfung identifizieren. Nicht geimpft werden sollen Personen mit einer Überempfindlichkeit gegen folgende Inhaltsstoffe:

Wann soll Comirnaty nicht verabreicht werden:

bei einer akuten Erkrankung mit Fieber oder bei einer Therapie mit gerinnungshemmenden Mittel. Allerdings kann hier der Arzt eine Ausnahme machen, wenn die Vorteile der Impfung gegenüber den möglichen Risiken überwiegen. 

Laut Beipackzettel müssen Sie mit folgenden Nebenwirkungen rechnen:
  • Sehr häufige Nebenwirkungen: (mehr als 1 von 10) Schmerzen, Schwellung an der Injektionsstelle, Müdigkeit, Kopfschmerzen, Muskelschmerzen, Gelenkschmerzen, Schüttelfrot, Fieber. 
  • Häufige Nebenwirkungen: (bis zu 1 von 10) Rötung an der Injektionsstelle, Übelkeit.
  • Gelegentliche Nebenwirkungen: (bis zu 1 von 100) Vergrößerete Lymphknoten, Unwohlsein, Gliederschmerzen, Schlaflosigkeit, Juckreiz an der Injektionsstelle.
  • Seltene Nebenwirkungen: (bis zu 1 von 1000) . Vorübergehendes, einseitiges Herabhängen des Gesichtes. 

Die Herstellerfirmen Biontech und Pfizer sind verpflichtet in den nächsten Monaten gezielt Daten über mögliche Nebenwirkungen zu sammeln und der Aufsichtsbehörde, dem Paul-Ehrlich-Institut zur Verfügung zu stellen. 
Mehr INfos über Comirnaty finden Sie zum Beispiel auf den Produktinformationen  und auf den Seiten der Fa. Biontech.

Alles Wissenswerte zum Impfstoff "Covid-19 Vaccine Moderna" (mRNA-1273 von Moderna)

Auch beim Impfstoff von Moderna handelt es sich um einen neuartigen mRNA-Impfstoff (siehe oben). Das Mittel wurde bereits Ende Dezember in den USA zugelassen und dort seitdem vermpft. Die Europäische Arzneimittelbehörde EMA und die EU-Kommission haben am 6.1.2021 dem Impfstoff eine bedingte Zulassung erteilt wie zuvor bereits dem Impfstoff von Biontech. Damit stehen nun 2 Präparate mit einem sehr ähnlichen Konzept zur Verfügung. Im Gegensatz zum Produkt von Biontech kann mRNA-1273 auch bei nicht ganz so tiefen Temeperaturen gelagert und transportiert werden. Covid-19 Vaccine Moderna wurde an etwa 30.000 Probanden untersucht und zeigte mit etwa 95% eine vergleichbar hohe und sehr gute Wirksamkeit. Die Wirksamkeit nimmt bei Personen über 55 Jahren leicht ab (86%).  Der Impfstoff wird intramuskulär (in der Regel in den Oberarm) injiziert. Die 2. Impfung soll 28 Tage nach der ersten erfolgen.  Nicht geimpft werden sollen Personen mit einer Überempfindlichkeit gegen folgende Inhaltsstoffe:

  • Sphingomyelin102
  • 1,2-Distearoyl-sn-glycero-3-phosphocholin (DSPC)
  • Cholesterol
  • 1,2-Dimyristoyl-rac-glycero-3- methoxypolyethylene glycol-2000 (PEG2000 DMG)
  • Trometamol
  • Essigsäure
  • Trometamol hydrochloride
  • Natriumacetat
  • Saccharose
Wann soll Moderna nicht verabreicht werden:

Bei bekannten Allergien gegen einen der Inhaltsstoffe. Allerdings kann hier der Arzt eine Ausnahme machen, wenn die Vorteile der Impfung gegenüber den möglichen Risiken überwiegen. Der Impfstoff wird nicht für Jugendliche unter 18 Jahren sowie Schwangere und stillende Mütter empfohlen. Vor der Impfung sollte unbedingt mit einem Arzt oder Apotheker Rücksprache genommen werden, wenn bereits lebensbedrohliche allergische Reaktionen nach einer Impfung auftraten, bei einem geschwächten Immunsystem, bei Gerinnungsstörungen, bei hohem Fieber oder ernsthaften Infektion oder einer anderen ernsten Erkrankung.

Laut Beipackzettel müssen Sie mit folgenden Nebenwirkungen rechnen:
  • Sehr häufige Nebenwirkungen: (mehr als 1 von 10) Schmerzen, Schwellung an der Injektionsstelle, Müdigkeit, Kopfschmerzen, Muskelschmerzen, Gelenkschmerzen, Schüttelfrot, Fieber. 
  • Häufige Nebenwirkungen: (bis zu 1 von 10) Rötung an der Injektionsstelle, Ausschlag.
  • Gelegentliche Nebenwirkungen: (bis zu 1 von 100)  Juckreiz an der Injektionsstelle.
  • Seltene Nebenwirkungen: (bis zu 1 von 1000) . Vorübergehendes, einseitiges Herabhängen des Gesichtes. Schwellung im Gesicht (möglicherweise in Verbindung mit der Gabe kosmetischer Injektionen im Gesicht)

Die Herstellerfirma Moderna ist verpflichtet in den nächsten Monaten gezielt Daten über mögliche Nebenwirkungen zu sammeln und der Aufsichtsbehörde, dem Paul-Ehrlich-Institut zur Verfügung zu stellen. 
Mehr Infos über Moderna finden Sie zum Beispiel auf den Produktinformationen  und auf den Seiten der Fa. Moderna.

Alles Wissenswerte zum Impfstoff Vaxzevria von AstraZeneca (AZD1222)

Hinweis: Die Impfung mit dem Impfstoff von AstraZeneca wurde am 30.3.  von der Ständigen Impfkommission auf Personen über 60 Jahre beschränkt.  (Meldung des RKI)

Beim Impfstoff von Astrazeneca handelt es sich um einen sogenannten Vectorimpfstoff. Er verwendet Adenoviren für den Transport des Bauplans in körpereigene Zellen. Die Zellen stellen dann das Spikeprotein des Coronavirus her. Die Europäische Arzneimittelagentur bescheinigt dem Impfstoff eine Wirksamkeit von 59,5%. Das Vakzin wurde in mehreren Studien erprobt.
Wie die beiden bereits länger zugelassenen Impfstoffe von BionTech/Pfizer und Moderna braucht es bis zur Entfaltung der Impfwirkung zwei Impfungen. Der Impfstoff wird intramuskulär injiziert (Oberarm). Die 2. Injektion soll 4 bis 12 Wochen nach der ersten Injektion erfolgen.
Vaxzevria ähnelt sehr dem russischen Impfstoff Sputnik V. Anders als dieser verwendet er jedoch bei beiden Impfungen das gleiche Adenovirus als Virustaxi. Deshalb kommt es zu einer geringeren Wirkung. Auch für Sputnik V läuft ein Zulassungsverfahren bei der EMA.
Die Ständige Impfkommission beim Robert-Koch-Institut hat den Impfstoff zunächst nur für Personen zwischen 18 und 64 Jahren empfohlen. Ab dem 4. März 2021 empfahl die Ständige Impfkommission den Impfstoff auch für ältere BürgerInnen. Seit dem 30.4. ist er nurmehr für Personen über 60 Jahre in Deutschland zugelassen. Hntergrund sind gehäufte Meldungen über Thrombosen nach der Gabe von Vaxzevria. Der Impfstoff gilt dennoch nach wie vor als sehr gut verträglich und wird von den Zulassungsbehöreden weiterhin empfohlen. Eine Impfung mits dem Impfstoff ist auch für Jüngere möglich, wenn Sie ausdrücklich der Impfung mit Vaxzevria zustimmen.
Nicht geimpft werden sollen Personen mit einer Überempfindlichkeit gegen folgende Inhaltsstoffe:

  • Gentechnisch veränderte Organismen (GMO)
  • L-Histidine
  • L-Histidine hydrochloride monohydrate
  • Magnesium chloride hexahydrate
  • Polysorbate 80
  • Ethanol
  • Sucrose
  • Sodium chloride
  • Disodium edetate dihydrate
  • Water for injections
Wann soll AZD1222 nicht verabreicht werden:

Bei bekannten Allergien gegen einen der Inhaltsstoffe Allerdings kann hier der Arzt eine Ausnahme machen, wenn die Vorteile der Impfung gegenüber den möglichen Risiken überwiegen. Der Impfstoff wird nicht für Jugendliche unter 18 Jahren empfohlen.  Über die Verträglichkeit für Schwangere und  ungeborene Kinder liegen keine ausreichenden Informationen vor. Vor der Impfung sollte unbedingt mit einem Arzt oder Apotheker Rücksprache genommen werden. Nach Berichten über schwere Nebenwirkungen, insbesondere dem Auftreten von Blutgerinnseln (Sinusvenenthrombose), wurde die Verabreichung das Vakzins zunächst in Dänemark, Norwegen und Island befristet ausgesetzt. Die Europäische Arzneimittelagentur EMA und die deutschen Aufsichtsbehörden haben sich dieser Vorsichtsmaßnahme zunächst nicht angeschlossen, auch weil Dosen aus einer möglicherweise betroffenen Charge (ABV5300) in Deutschland nicht verteilt wurde.  Das für die Impfstoffsicherheit zuständige Paul-Ehrlich-Institut PEI teilte mit, dass es derzeit keinen Zusammenhang zwischen der Impfung mit AstraZeneca und gemeldeten Todesfällen erkenne. In einer Pressemitteilung erklärte das Institut noch am 12.3., dass die Zahl der gemeldeten Komplikationen nicht auffällig sei. Am Montag den 15.3. wurden weitere Thrombosen im Zusammenhang mit der Impfung mit dem Vakzin auch in Deutschland gemeldet. Die Bundesregierung hat daraufhin die Verabreichung des Impfstoffes gestoppt. Dies betrifft sowohl Erst- als auch Zweitimpfungen. Betroffene Personen erhalten vom Impfzentrum einen neuen Termin zugewiesen. Bei den berichteten Komplikationen handelt es sich um sogenannte Sinusvenenthrombosen, also ein Verschluss der den Abfluss von Blut verhindert und so einen Hirninfarkt und Schlaganfall auslösen kann. Nachdem über das Wochenende zwei weitere Fälle bekannt wurden, spricht das PEI jetzt von einer Häufung von Fällen. Die Europäische Arzneimittelagentur EMA hat am 18.03. bekannt gegeben, dass Sie an IHrer Empfehlung für den Impfstoff von AstraZeneca uneingeschränkt festhält. Über die Risiken einer Sinusvenenthrombose soll künftig im Beipackzettel aufgeklärt werden. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat am Abend des 18.3. bekannt gegeben, dass die Impfungen mit dem Impfstoff von AstraZeneca ab dem 19.3. fortgesetzt werden sollen. 

Das müssen Sie wissen , wenn Sie bereits mit AstraZeneca geimpft wurden:
  • Wenn Sie bis zu 16 Tage nach der Impfung mit dem Impfstoff unter starken Kopfschmerzen leiden oder sich dauerhaft unwohl fühlen, dann suchen Sie umgehend einen Arzt auf. Auch punktförmige Hautblutungen sind ein möglicher Hinweis auf Komplikationen.
  • Der Impfabstand zwischen Erst- und Zweitimpfung mit dem Impfstoff kann 12 Wochen und länger währen. Es besteht also keine akute Notwendigkeit schnellstmöglich geimpft zu werden, Sie können die Entscheidung der EMA in Ruhe abwarten. Wenn die Impfungen fortgesetzt werden, erhalten Sie einen neuen Termin. Werden die Impfungen nicht fortgesetzt, so muss über das weitere Verfahren für die betroffenen Patienten entschieden werden. Denkbar ist die Zweitimpfung mit einem anderen Impfstoff oder auch eine komplette Neuimpfung.
Laut Beipackzettel müssen Sie mit folgenden Nebenwirkungen rechnen:
  • Sehr häufige Nebenwirkungen: (mehr als 1 von 10) Schmerzempfindlichkeit, Schwellung oder Bluterguss bei der Injektion, Müdigkeit, Kopfschmerzen, Muskel- und Gelenkschmerzen, Schüttelfrot, Übelkeit.
  • Häufige Nebenwirkungen: (bis zu 1 von 10) Schwellung oder Rötung an der Injektionsstelle, Fieber, Erbrechen oder Durchfall
  • Gelegentliche Nebenwirkungen: (bis zu 1 von 100)  Müdigkeit, Appetitlosigkeit, geschwollene Lymphknoten, Schwitzen, Juckreiz oder Ausschlag.

Die Herstellerfirma Astrazeneca ist verpflichtet in den nächsten Monaten gezielt Daten über mögliche Nebenwirkungen zu sammeln und der Aufsichtsbehörde, dem Paul-Ehrlich-Institut zur Verfügung zu stellen. 
Mehr Infos über den Hersteller Astrazeneca finden Sie zum Beispiel auf den Produktinformationen  und auf den Seiten der Fa. Astrazeneca zu COVID-19. Und hier finden Sie alle Fakten zu den Vektorimpfstoffen kurz zusammengafsst vom Robert-Koch-Institut.

Alles Wissenswerte zum Impfstoff von Johnson & Johnson (AD26.COV2.S)

Der Impfstoff des US-Unternehmens Johnson & Johnson und seines Tochterunternehmens Janssen unterscheidet sich in einem wesentlichen Punkt von allen drei anderen Impfstoffen. Er muss nur einmal geimpft werden um die volle Wirksamkeit zu entfalten. Damit entfällt die aufwändige Zweitimpfung. Das Vakzin wurde in einer Phase-III-Studie erprobt und zeigte eine Wirksamkeit von 67%. Der Impfstoff schützt 14 Tage nach der Injektion bereits zu 76,7 % gegen eine schwere COVID-19-Erkrankung und nach 28 Tagen zu 85,4 %.  Da die Studie sowohl mit Probanden in den USA, Lateinamerika (mit Brasilien) als auch Südafrika durchgeführt wurde, wirkt der Impfstoff auch gegen die dort vorkommenden Virus-Varianten. Insbesondere bei der südafrikanischen Variante zeigen die anderen drei bisher zugelassenen Impfstoffe nur eine eigenschränkte Wirksamkeit. Hier schützt das Vakzin nach 28 Tagen zu 81,7%. Wie andere Vektorimpfstoffe setzt auch Johnson & Johnson auf gentechnisch modifizierte Adenoviren als Träger. Die Inhaltsstoffe sind: 

  • Gentechnisch veränderte Organismen (GMO)
  • 2-hydroxypropyl-β-cyclodextrin (HBCD)
  • Citric acid monohydrate
  • Ethanol
  • Hydrochloric acid
  • Polysorbate-80
  • Sodium chloride
  • Sodium hydroxide
  • Trisodium citrate dihydrate
  • Water for injections
Wann soll AZD1222 nicht verabreicht werden:

Bei bekannten Allergien gegen einen der Inhaltsstoffe. Allerdings kann hier der Arzt eine Ausnahme machen, wenn die Vorteile der Impfung gegenüber den möglichen Risiken überwiegen. Der Impfstoff wird nicht für Jugendliche unter 18 Jahren empfohlen.  Über die Verträglichkeit für Schwangere und  ungeborene Kinder liegen keine ausreichenden Informationen vor. Vor der Impfung sollte unbedingt mit einem Arzt oder Apotheker Rücksprache genommen werden. 

Laut Beipackzettel müssen Sie mit folgenden Nebenwirkungen rechnen:
  • Sehr häufige Nebenwirkungen: (mehr als 1 von 10) , Kopfschmerzen, Muskelschmerzen, Übelkeit, Schmerzen an der Einstichstelle, Müdigkeit. 
  • Häufige Nebenwirkungen: (bis zu 1 von 10) Schwellung oder Rötung an der Injektionsstelle, Fieber, Husten, Schüttelfrost, Hautausschlag, Schwitzen.
  • Gelegentliche Nebenwirkungen: (bis zu 1 von 100)  Zittern, Niesen, Schmerzen im Mund- und Rachenraum, Museklschwäche, Gliederschmerzen, Krankheits- und Schwächegefühl.

Die Herstellerfirma Janssen ist verpflichtet in den nächsten Monaten gezielt Daten über mögliche Nebenwirkungen zu sammeln und der Aufsichtsbehörde, dem Paul-Ehrlich-Institut zur Verfügung zu stellen. 
Mehr Infos über den Hersteller Janssen finden Sie zum Beispiel auf den Produktinformationen  und auf den Seiten der Fa. Janssen zu COVID-19. Und hier finden Sie alle Fakten zu den Vektorimpfstoffen kurz zusammengafsst vom Robert-Koch-Institut.

Wichtige Infomationen rund ums Impfen

Sie können sich bereits im Vorfeld mit dem Thema Impfen beschäftigen. Informationen zu Impfstoff und Entwicklung finden Sie hier auf coronagap.de oder zum Beispiel auf den Seiten der beiden zuständigen Bundesbehörden, des  Paul-Ehrlich-Instituts oder des Robert-Koch-Instituts oder der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung BZgA.

Hier finden Sie zudem wichtige Dokumente zur Aufklärung über den Impfstoff und die Impfung.

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