Das Testzentrum im Landkreis Garmisch-Partenkirchen

Neben dem Impfzentrum am Alpspitzwellenbad betreibt der Landkreis ein eigenes Testzentrum. Bürgerinnen und Bürger die sich testen lassen wollen oder dazu vom Gesundheitsamt aufgefordert wurden, etwa weil sie Kontakt zu einer bereits infizierten Person hatten oder die aufgrund der Einreise aus einem Risikogebiet zum Test verpflichtet sind, können dort werktags zwischen 17.00 und 20.00 Uhr einen sogenannten Abstrich vornehmen lassen. Eine Testung ist nur nach vorheriger Terminvereinbarung möglich. Einen Termin erhalten Sie am schnellsten und einfachsten online unter https://www.terminland.de/lkr-gap/

Fragen zum Testzentrum können Sie auch  direkt an die Hotline des Landratsamtes unter 08821-751-900 stellen.

Im Testzentrum arbeiten vorrangig Helferinnen und Helfer des Rotkreuz-Kreisverbandes Garmisch-Partenkirchen.

Ob in der Schleimhaut des Rachens oder der Nase Genpartikel des Coronavirus vorhanden sind, die eindeutig auf eine Infektion mit SARS-CoV-2 hinweisen, kann am sichersten mit einer sogenannten Polymerasekettenreaktion (PCR) nachgewiesen werden. Die Tests sind sehr zuverlässig und werden deshalb vom Gesundheitsamt für Personen mit Corona-Symptomen oder nahen Kontaktpersonen von Infizierten angeordnet. Die Auswertung des Tests dauert in der Regel etwa 24 Stunden. Das Ergebnis kann online abgefragt werden.

Wer schnell ein Ergebnis braucht – zum Beispiel weil er einen Verwandten in einer Pflegeinrichtung besuchen möchte – macht meist einen sogenannten Antigen-Test (PoC-Test). Das Ergebnis liegt meist nach etwa 30 Minuten vor, ist aber nicht so zuverlässig wie der PCR-Test. Auch der PoC-Antigentest weist Viruspartikel nach.

Es gibt daneben noch weitere Tests, wie zum Beispiel PCR-Schnelltests oder Antikörper-Schnelltests. Der PCR-Schnelltest dauert auch immer noch etwa 2 Stunden bis ein Ergebnis vorliegt und ist nicht so zuverlässig wie der eigentliche PCR-Test. Von einem Antikörper-Schnelltest raten Experten derzeit ab, weil sie die Ergebnisse für nicht zuverlässig genug halten. Wichtig: Alle Tests liefern nur eine Momentaufnahme und bieten keine absolute Sicherheit. Sollten Sie Symptome einer COVID-19-Erkrankung haben, sollten Sie sich immer in Selbstisolation begeben und einen PCR-Test machen lassen. In Bayern übernehmen nach wie vor die Kassen oder Freistaat die Kosten für den Test. 

Bitte bringen Sie ihre Krankenversicherungskarte und einen Personalausweis mit.

Sowohl beim PCR- als auch beim Antigen-Schnelltest wird ein Abstrich entnommen. Beim PCR-Test in Mund und Nase, beim Antigentest häufig nur in der Nase. Den Abstrich empfinden die meisten Personen als unangenehm, da bei der Probenentnahme im Gaumen die Region hinter dem Zäpfchen mit einem Wattestäbchen abgestrichen wird. Dies kann zu einem mehr oder minder starken Würgereflex führen. Beim Abstrich in der Nase schiebt der Tester das  Wattestäbchen bis zur hinteren Rachenwand. Dabei treten einigen Personen unweigerlich die Tränen in die Augen. Die Tests sind jedoch lediglich unangenehm, nicht schmerzhaft. Direkt nach der Probenentnahme wird das Watte-stäbchen in einen Behälter mit Konservierungsmittel verschlossen. Beim Antigenschnelltest wird das Wattestäbchen in ein Gefäß mit einer speziellen Flüssigkeit ausgespült, die dann auf einem Teststreifen verteilt wird. Das Testpapier zeigt dann durch einen Streifen an, ob eine Infektion vorliegt oder nicht. Durch einen Kontrollstreifen wird signalisiert, ob der Test wie vorgeschrieben abgelaufen ist. Hin und wieder kommt es dabei zu Problemen, sodaß der Abstrich leider wiederholt werden muss.

Grundsätzlich haben entsprechend der bayerischen Teststrategie alle in Bayern lebenden Bügerinnen und Bürger einen Anspruch auf eine bzw. mehrere Testungen bei Bedarf. Ein Test kann aufgrund auftretender Symptome notwendig oder vom Gesundheitsamt angeordnet werden. Folgende Personen müssen sich testen lassen:

  • Reiserückkehrerinnen und Reiserückkehrer aus Risikogebieten
  • Testung zur Infektionsüberwachung
  • Testung von Kontaktpersonen

Daneben werden häufig die Mitarbeitenden in Heimen- und Pflegeinrichtungen regelmäßig getestet, um eine Einschleppung in diese besonders sensiblen Bereiche möglichst zu verhindern.

Grundsätzlich können Sie sich auch bei Ihrem Hausarzt testen lassen. Viele Ärzte im Landkreis schicken ihre Patientinnen und Patienten jedoch ins Testzentrum.

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